Alexander Trust, den 18. Februar 2020

Coronavirus macht Apple zu schaffen: iPhone-Hersteller korrigiert eigene Prognose

Apple Store Peking (Sanlitun)
Apple Store Peking (Sanlitun), Bild: Apple

Man wird unter der eigenen Prognose aus dem Januar zurückbleiben. Die Auswirkungen des Coronavirus seien dafür in der Hauptsache verantwortlich. Dies teilte Apple offiziell über eine Pressemeldung mit.

Der iPhone-Hersteller aus Cupertino gab damit öffentlich eine Umsatzwarnung heraus. Dies zeigt, wie ernst die Situation rund um den Coronavirus tatsächlich ist, oder zumindest wurde.

Denn noch immer schwingt ein wenig Hysterie in der Berichterstattung rund um den Apple ließ

Apple bleibt im Q2 2020 unter der Prognose

Zusammen mit dem Quartalsbericht für das Fiskalquartal Q1 2020 gab Apple eine Prognose für das folgende Quartal aus. Die lag zwischen 63 und 67 Milliarden US-Dollar. Doch die Pressemeldung informiert nun darüber, dass man unter dieser eigenen Schätzung liegen werde.

Produktion beeinträchtigt

Apple gibt nun zu, dass die eigene Produktion durch den COVID-19-Virus beeinträchtigt wurde. Zwar seien die meisten der Produktionsstätten Apples nicht im Hotspot des Virus zu finden, erläutert das Unternehmen. Doch es spielen trotzdem gleich zwei Facetten eine Rolle. Einerseits kam es zu Einschränkungen in der Produktion, da die chinesische Regierung Quarantänezonen einrichtete und so auch die Arbeit verhinderte. Darüber hinaus gab und gibt es teilweise noch immer Reisebeschränkungen. Da aber viele Mitarbeiter wegen eines chinesischen Feiertags auf Familienurlaub waren, wurden sie durch die Reisebeschränkungen an der Rückkehr zum Arbeitsplatz behindert.

Nachfrage in China sinkt außerdem

Doch es kommt noch etwas hinzu. Apple betont, dass wegen der sensiblen Umstände auch die Nachfrage in China zurückgegangen sei, geschweige denn bedient werden kann. Erst vergangene Woche öffneten „einige“ von Apples Ladengeschäften mit Auflagen (Mundschutz für Mitarbeiter, Fieberkontrolle von Kunden am Eingang, etc.).

Gleiches gilt auch für Ladengeschäfte von Partnern Apples im Land, wie beispielsweise Mobilfunkanbietern.

Entwicklung im Rest der Welt stabil

Nun betont der iPhone-Hersteller gleichzeitig, dass in den übrigen Teilen der Welt die Nachfrage entsprechend der eigenen Prognose verlaufe. Allerdings muss man auch hier den Coronavirus einpreisen. Denn Lieferzeiten für stark gefragte Produkte, deren Produktion in China stattfindet, wurden durch die Epidemie ebenfalls negativ beeinflusst.

Es ist zwar nicht die erste Umsatzwarnung, die Apple herausgibt. Doch die Weltwirtschaft steckt angesichts der anhaltenden Epidemie zumindest einmal vor großen Herausforderungen. Das Wort Krise wollen wir in diesem Kontext nicht verwenden. Diese Entwicklung zeigt allen Beteiligten aber noch einmal auf, wie stark die Abhängigkeit von China ist.


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