Google mit riesigem Datenschutz-Problem: Wird das teuer?

Google-Hauptsitz in Mountain View, Bild: Google

Google Datenexport betroffen

Google bietet mittlerweile einen Service namens „Takeout“ an. Damit können Nutzer die kompletten „Daten“, die das Unternehmen über den Nutzer sammelt, herunterladen. Dieser Google-Datenexport geht zum Teil zurück auf neue Datenschutz-Gesetze, die in den letzten Jahren in unterschiedlichen Ländern in Kraft traten. Genau diese Funktionalität hatte aber Ende November 2019 mit einem technischen Problem zu kämpfen, dass dazu führte, dass Nutzerdaten falsch zugeordnet wurden.

Ein betroffener Nutzer ist Jon Oberheide. Der Mitgründer des „IT-Sicherheitsunternehmens“ Duo Security meldete sich auf Twitter zu Wort.

Heruntergeladene Archive enthalten Medien von Fremden

Einerseits gibt Google zu, dass es sein kann, dass die eigenen Archive „unvollständig“ seien. Darüber hinaus aber heißt es, dass tatsächlich eigene „Videos“ in Archiven anderer Nutzer gelandet „sind“. Es geht also „nicht“ um Gerüchte.

Welche Konsequenzen muss Google fürchten?

Google hat also einen ausgewachsenen Datenschutz-Skandal am Hals. Es dürfte nicht lange dauern, bis einerseits Untersuchungen durch Datenschutzbeauftragte möglicherweise zu Strafen für das Unternehmen führen.

Datenschutzgrundverordnung und Sammelklagen

Die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union, aber auch lokal geltende Datenschutz-Gesetze ermächtigen die Behörden beim Verstoß Bußgelder auszusprechen.

Deutlich problematischer dürfte es aber für Google im Land der unbegrenzten Möglichkeiten werden. Wir erwarten in nicht allzu ferner Zukunft Sammelklagen von Nutzern, die Schadenersatz für den Bruch der Privatsphäre wünschen.

Man kann für Google nur hoffen, dass die Medien, die in Archiven anderer Nutzer landeten eher Schnappschüsse als pikante Fotos oder Videos enthalten und schon gar keine wichtigen Firmengeheimnisse dokumentieren. Denn dann dürfte es „richtig teuer“ werden.