Apple macht der Coronavirus doch zu schaffen

Apple Store Peking (Sanlitun), Bild: Apple

Der Coronavirus sorgt in den Medien durchaus für teilweise panische Meldungen. Trotzdem ist es sinnvoll die allgemeine Entwicklung zu verfolgen. Auswirkungen der aktuellen Epidemie, die in der chinesischen Großstadt Wuhan ihren Ursprung genommen haben soll, lassen sich nämlich nicht abstreiten.

Apple schließt Geschäfte und Büros in China

Gerade Apple traf nun eine folgenschwere Entscheidung, um auch die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen.

Folgenschwer deshalb, da die Situation rund um den Coronavirus gerade von den Börsianern absurd interpretiert wird. Die Gewinne von Apples Aktie nach den guten Geschäftszahlen zuletzt sind nämlich nun alle wieder fort. Die Meldung, Apple schlösse seine Geschäfte in China, sorgt für Aufruhr. Übermittelt hat sie Bloombergs Mark Gurman auf Twitter.

Zum Glück lässt sich das Unternehmen davon aber nicht beeinflussen:

„Our thoughts are with the people most immediately affected by the Coronavirus and with those working around the clock to study and contain it. Out of an abundance of caution and based on the latest advice from leading health experts, we’re closing all our corporate offices, stores and contact centers in mainland China through February 9. Apple’s online store in China remains open. We will continue to closely monitor the situation and we look forward to reopening our stores as soon as possible.“ (Apple)

Nicht auf die Leichte Schulter nehmen

Leider Gottes werden auch manche Boulevardmedien dem Thema Coronavirus nicht gerecht. Sie feuern täglich neue Meldungen über „vermeintlich“ gemeldete Krankheits- und Todesfälle heraus. Unlängst beantworteten sie sogar die Frage, was denn der Coronavirus mit dem Corona-Bier zu tun hat. Antwort: Nichts.

Für all diejenigen Leser, die der englischen Sprache mächtig sind, empfehlen wir außerdem ein Video des YouTubers „Strange Parts“ (Scotty Allen) zu dem Thema. Allen verbringt sehr viel Zeit im Jahr, oft deutlich mehr als ein halbes Jahr, in Asien und China. Er berichtet dort unter anderem über Märkte, auf denen man iPhone-Bauteile kaufen kann und vieles mehr.

In jedem Fall aber hat Allen über die Jahre viele Eindrücke aus China gesammelt und auch Freunde dort gefunden. Er stellt in einem aktuellen Video ein paar Informationen zum Coronavirus zusammen. Ein Beispiel: Wuhan klingt für uns in der Berichterstattung einfach wie „irgendeine“ chinesische Stadt. Dabei entgehen uns vollkommen die Dimensionen Chinas. Denn Wuhan hat 11 Millionen Einwohner. Allen möchte daher, dass wir uns vorstellen, wie es wäre, wenn man versuchen würde New York oder andere Großstädte im Westen unter Quarantäne zu stellen, den öffentlichen Personennahverkehr einschränkt, und so fort. Er zweifelt daran, dass es uns gelänge, so eine große Zahl an Menschen reibungslos zu verwalten. Entsprechend sollten wir vielleicht nicht ganz so harsch in unserem Urteil mit China umgehen, selbst wenn womöglich Versäumnisse erkennbar seien.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

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  • Zuletzt aktualisiert am: 2. Februar 2020
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