Mac Pro: 9 von 10 Punkten bei der Reparatur

Mac Pro auseinandergebaut, Bild: iFixit

iFixit vom Mac Pro angetan

Die Reparatur-Plattform veröffentlichte nun ihren Abschlussbericht zu Apples neuem Profi-Desktop-Mac. Fazit: Der Computer ist so gut zu reparieren wie schon lange kein Apple-Gerät mehr.

Damit zeigt der Konzern aus Cupertino, dass er durchaus nachhaltigere Konzepte verfolgen könnte, wenn er wollte.

Besonders die Käufer des hochpreisigen Gerät wird es freuen. Immerhin können sie auf die Möglichkeit zur Wartung vertrauen, und damit die Lebenszeit ihres Mac Pro deutlich verlängern.

Erste Überraschung beim ersten Kontakt

Direkt beim Öffnen hinterließ das Gerät einen guten ersten Eindruck. Der Start des Auseinanderbaus (engl. teardown) hielt eine Überraschung bereit. Zum einen kann man das Gehäuse ohne Schraubenzieher mit wenigen Handgriffen öffnen. Zum anderen unterbricht Apple automatisch die Stromversorgung, sobald das Gehäuse geöffnet wurde. Das heißt, selbst wenn man es vergisst, können weder Mensch noch Maschine Schaden nehmen, weil das Stromkabel womöglich noch eingesteckt ist.

Speicher leicht wechseln

Kinderleicht sei in jedem Fall der Wechsel des Arbeitsspeichers. Das klappt ganz ohne Werkzeug. Wir betonen diesen Umstand, weil das bei anderen Apple-Computern in den letzten Jahren nicht so war.

Doch es gab noch mehr Überraschungen. Im Innern des Mac Pro fand iFixit diverse Bauteile, die Apple nummeriert hat. Die Zahlen auf den Bauteilen könnten ein möglicher Hinweis für Reparaturwerkstätten sein, in welcher Reihenfolge die Komponenten zu reparieren sind.

Mac Pro nahezu perfekt?

So verwundert es nicht, dass iFixit dem Mac Pro insgesamt 9 von 10 möglichen Punkten auf seiner Reparaturskala spendiert. Damit erreicht der Mac Pro einen hohen Grad an Reparierbarkeit.

Einen Wermutstropfen gibt es aber doch. Denn die SSD im Mac Pro sind zwar modular angebracht und in der Theorie leicht(er) tauschbar. Doch sie sind eben auch mit Apples T2-Chip verknüpft. Wenn ein Wechsel der SSD ansteht, müsste Fachpersonal ihn durchführen (sogenannte „Autorisierte Service Provider“). Andernfalls kann es sein, dass die Verschlüsselung der Daten auf der SSD nicht mehr richtig funktioniert.