iMessage sollte SMS ablösen: Apple verhandelte mit Mobilfunkern

Apple hatte offenbar vor, iMessage zum Nachfolger der alten SMS aufzubauen, das verriet Scott Forstall in einem Interview. Dass am Ende nichts daraus wurde, lag offenbar an der Blockadehaltung der Mobilfunker.

Die SMS ist tot, das kann heute jeder ohne Probleme erkennen. Dass es je so kommen würde, daran hatten die Provider lange nicht glauben wollen. Mit der Kurznachricht, die anfangs 160 Zeichen lang sein durfte und mit der sich später auch Bilder und Dateien verschicken ließen, haben die Mobilfunkanbieter weltweit Milliarden verdient. Das Geschäft mit dem Text war irgendwann sogar gewinnbringender als die reine Telefonie, bevor das Internet aufs Handy kam und bevor das Geschäft von Diensten wie WhatsApp Stück für Stück erodiert wurde.

Die Popularität der SMS ging immer weiter zurück, das war bereits 2011 zu sehen, als Apple seinen iMessage-Dienst vorbereitete. Da hatte man in Cupertino eine große Vision.

iMessage sollte SMS ablösen

-Apple habe einst verhandelt, um die klassische SMS mit einem technisch überlegenen Nachfolger aus Cupertino zu ersetzen, so der frühere Manager in einem Interview. Die Mobilfunkbetreiber jedoch weigerten sich.

Sie fürchteten um ihre Einnahmen, die sie schlussendlich doch verloren.

Außerdem konnte man sich nicht auf eine Umsetzung einigen. Die Provider sahen sich nicht im Stande, eine plattform- und netzübergreifende Lösung zu entwickeln und zudem waren die Vorstellungen in Sicherheitsfragen wohl nicht vereinbar.

Apple hatte schon damals eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung angestrebt.

Das Ergebnis ist bekannt: Apple brachte iMessage und Android-Kunden blieben draußen.

Der Nachfolger der SMS namens RCSE, den die Provider schließlich brachten, scheiterte schon auf den ersten Metern.

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  • Geschrieben am: 23. Oktober 2018
  • Zuletzt aktualisiert am: 23. Oktober 2018
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