Monopole und Machtmissbrauch: Spotify und rocket Internet beschweren sich über Apple und Google

Eine interessante Beschwerde bringen der Spotify und der Startup-Inkubator Rocket Internet derzeit gegen Apple und google vor: Den beiden Unternehmen werden die Internetfirmen zu mächtig.

Spotify - Logo

Apple sieht sich regelmäßig im Visier von Gerichten und auch Wettbewerbsbehörden weltweit, vergleichbares trifft auf Google zu. Die Vorwürfe ähneln sich häufig und sind nicht immer aus der Luft gegriffen. Ein weiteres Kapitel in dieser unendlichen Geschichte schlagen nun Spotify und der Startup-Erzeuger Rocket Internet auf. Die beiden Unternehmen finden, dass Apple und Google mit ihren einflussreichen Ökosystemen zu mächtig werden und den Wettbewerb verzerren.

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Spotify App (Startbildschirm) - Screenshot

Dabei würden monopolartige Strukturen entstehen, die den Marktzugang von Konkurrenten erschweren oder verhindern könnten.

Keine Namen

Durch einflussreiche Suchmaschinen und App Stores und deren Geschäftsmodelle könnten Firmen vermehrt als Gatekeeper statt Gateway wirken, so die Beschwerde. Diesem Effekt soll die EU-Kommission durch regulative Rahmenbedingungen entgegenwirken. Die Ausrichtung auf Apple und Google lässt sich aus der Beschwerde herauslesen, konkrete Namen werden indes nicht genannt.
Der Streitpunkt ist nicht neu. So hatte Spotify schon früher Probleme mit Apple und stößt sich unter anderem an dessen Provision von 30% aller Transaktionen im App Store– und iTunes-System, die an Apple fließen. Die Tatsache, dass Apple verlangt, dass jede Funktion In-App-bezahlbar sein muss, entschärft den Konflikt nicht. Etwas diffizil wird das ganze dadurch, dass Apple mit Apple Music einen direkten Konkurrenten zu Spotify betreibt, das anders als Apple keine Möglichkeit hat seinen Streamingdienst zu subventionieren. Rocket Internet ist im Kreise der Beschwerdeführer indes neu.