Seitenhieb gegen Donald Trump: Tim Cook verteidigt Globalisierung

Tim Cook
Tim Cook , Bild: Apple

Auf einer viel beachteten Rede in China verteidigte Applechef Tim Cook das Konzept der Globalisierung auch gegen Kritik von der Heimatfront. Globaler Handel sei eine Chance und Perspektive für nationale Märkte.

Im Rahmen des China Development Forums hielt Applechef Tim Cook eine Rede, in der er unter anderem den globalisierten Handel befürwortete. Länder täten gut daran sich dem internationalen Handel zu öffnen, von diesem Austausch profitierten alle Marktteilnehmer. Cook dürfte seine Worte durchaus gezielt gewählt haben. Andere vitale Themen, etwa Privatsphäre und Sicherheit, streifte Cook indes nur in Allgemeinplätzen und sprach von wichtigen und grundlegenden Werten Apples, was dem chronisch  schwierigen Verhältnis westlicher Firmen zum gleichermaßen anspruchsvollen wie wichtigen chinesischen Markt geschuldet sein dürfte.

Auffälliges Timing

Bekanntlich ist der neue US-Präsident Donald Trump kein Anhänger einer freien, globalen Marktwirtschaft. Viel mehr verfolgt er eine repressive, protektionistische Wirtschaftspolitik, die unter anderem hohe Zollschranken und die Abkehr von langjährigen Freihandelsabkommen zum Ziel hat.

Cooks Rede kann als kaum verhüllte Kritik in Richtung Washington verstanden werden.

Donald Trump

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Trumps America First-Politik könnte auf verschiebe Weise Teilen der amerikanischen Tech-Branche auf die Füße fallen. So ist die von Trump ersehnte Verlagerung der iPhone-Fertigung in die USA, die aktuell bereits von Apple-Zulieferern durchgerechnet wird, kaum in Apples ökonomischem Interesse.

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Geschrieben von Jonny Random
Geschrieben am 20.03.2017
Zuletzt aktualisiert am 20.03.2017
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