App-Store-Manipulation in China?

Ein Foto, das auf Twitter veröffentlicht wurde, soll die Manipulation von App-Store-Wertungen in China im großen Stil zeigen, mit einer ganzen Armada von iPhones. Allerdings ist der Urheber nicht auszumachen.

iPhone 5c in allen Farben

Die Fakten lassen sich nicht verifizieren bei einem Foto-Tweet von @simonpang, der schreibt: „This is how App Store ratings work. Welcome to the reality.“ Zu Deutsch: So funktionieren App-Store-Bewertungen. Willkommen in der Realität.

Auf dem Foto zu sehen ist eine junge Frau asiatische Abstammung in einem Bürostuhl. Vor ihr aufgebaut ist eine Handyregal, wie man es aus den Elektronik-Märkten kennt. Darauf liegen drei Reihen voller iPhone 5c, die allesamt per Kabel an eine Stromverbindung angeschlossen sind. In jeder Reihe sind ungefähr 30 iPhones aufgebaut, also ca. 90 Geräte alleine auf der Seite, die man im Bild sehen kann. Denn ihr gegenüber erkennt man im hinteren Bild-Teil ebenfalls ein zweites Handyregal, auf dem vermutlich noch einmal so viele Smartphones liegen.

Man erkennt außerdem, dass auf den Bildschirmen der Geräte Instanzen des App Stores zu sehen sind. Fraglich ist dennoch, ob wir darauf tatsächlich die Manipulation von Bewertungen sehen.

Auf dem Foto ist eine junge Frau vor einer Reihe von iPhones zu sehen, ca. 90 Stück. Manipuliert sie Wertungen im App Store?

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Wird so App-Store-Manipulation betrieben?, Foto: @simonpang

Auf Nachfrage auf Twitter gibt @simonpang an, er habe das Foto von einem Freund aus China erhalten. Die Quelle nannte dieser Nicht. Der Tweet wurde bereit zweieinhalbtausendmal weitergesagt. Doch das verifiziert die Behauptung nicht, wie einer der Leser ironisch darunter festhält: Es steht im Internet, also muss es wahr sein.

Update vom 4. Februar 2015: Mittlerweile haben sich die Vorwürfe bewahrheitet und es gibt Hinweise darauf, dass dieses Bild echt ist. Personen, wie die gezeigte Frau, werden „Brusher“ genannt. Kunden können anhand von Preislisten Kontingente von manipulierten Bewertungen kaufen.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 2. Februar 2015
  • Zuletzt aktualisiert am: 18. März 2021
  • Wörter: 261
  • Zeichen: 1829
  • Lesezeit: 1 Minuten 8 Sekunden