US-Handelskommission wirft T-Mobile ungerechtfertigte Abrechnung vor

Die US Federal Trade Commission (FTC) hat offiziell Beschwerde gegen T-Mobile in den USA eingereicht. Die Tochter des deutschen Telekom-Konzerns soll Kunden zu Unrecht Kosten für nicht autorisierte SMS-Services in Rechnung stellen.

Horoskope oder Klatsch über Promis sollen Kunden von T-Mobile in den USA per SMS zugestellt bekommen haben. Dienstleistungen wie diese sollen die Kunden bis zu $9.99 pro Monat gekostet haben, obwohl sie dem Service nie aktiv zugestimmt haben.

Die US-Handelskommission wirft T-Mobile vor, an diesen unseriösen Geschäften mitverdient zu haben. 35 bis 40 Prozent des Gesamtbetrags habe T-Mobile einbehalten, schätzt die FTC, und selbst dann noch den Kunden in Rechnung gestellt, als längst hätte klar sein müssen, dass diese den Dienstleistungen nie zugestimmt hätten. Das geht aus einem Bericht der FTC hervor, in dem die Institution selbst über ihre Anzeige informiert. Demzufolge soll T-Mobile „Jahre“ über zu Unrecht abgehaltene Kosten für nicht autorisierte Dienstleistungen Bescheid gewusst haben, und den Kunden trotzdem zur Kasse gebeten haben. Die Rede ist von mehreren hundert Millionen US-Dollar, die T-Mobile zu Unrecht abgerechnet haben soll.

Dass die Dienstleistungen nicht autorisiert waren, entnimmt die FTC der Tatsache, dass eine große Anzahl an Kunden nachträglich versucht haben, die Kosten zurückerstattet zu bekommen. Doch das soll nicht unbedingt einfach (gewesen) sein.

Kunden benachteiligt

Die FTC präsentiert dazu in ihrem Online-Beitrag eine Beispielrechnung T-Mobiles, um zu zeigen, dass Kunden nur sehr schwer die tatsächlich entstandenen Kosten für unautorisierte Services einsehen konnten („[…] nearly impossible for consumers to find and understand third-party subscription charges.“).

Laut der US-Handelskommission soll T-Mobile den Kunden nicht in jedem Fall den vollen, zu Unrecht veranschlagten Preis zurückerstattet haben. Die US-Behörde strebt eine gerichtliche Verfügung an, die T-Mobile verbietet, Kunden für betrügerische Dienstleistungen zur Kasse zu bitten.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

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  • Zuletzt aktualisiert am: 2. Juli 2014
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