Apple-Zulieferer Foxconn äußert sich zu Selbstmorden unter den Beschäftigten

Foxconn äußert sich offiziell zu Selbstmorden unter anderem in der Belegschaft der iPhone-Fertigung. Man habe aus Rücksicht auf die Angehörigen nicht alle Informationen veröffentlicht, arbeite aber in allen Fällen eng mit der Polizei zusammen und biete Betreuung. Nach dem Verlust eines iPhone-Prototypen brachte sich im vergangenen Jahr ein Foxconn-Mitarbeiter um. Indessen ist die Selbstmordquote bei Foxconn - zumindest offiziell - erstaunlich niedrig.

Der Selbstmord eines Foxconn-Angestellten im vergangenen Jahr sorgte für Aufmerksamkeit, was die Arbeitsbedingungen beim Apple-Zulieferer Foxconn angeht. Nachdem er einen iPhone-Prototypen verloren hatte, nahm sich der 25jährige das Leben. Apple bedauerte den Vorfall und forderte zur Ermittlung der Gründe sowie der würdevollen Behandlung der Arbeiter auf. Den Angehörigen wurde durch Foxconn ein Schmerzensgeld gezahlt.

Der Vorfall war nicht der einzige dieser Art: mehrere weitere Selbstmorde bei Foxconn brachten den iPhone-Produzenten in die Diskussion um Arbeitsbedingungen in China, Kritik gab es angesichts der als mangelhaft wahrgenommenen Informationspolitik des Unternehmens. Foxconn bezog nun Stellung: man sei auf Notfälle vorbereitet, arbeite in allen Fällen eng mit den Behörden zusammen, bemühe sich um Transparenz, die man zum Schutz der Angehörigen indes nicht immer vollständig herstellen könne.

Dass die Arbeitsbedingungen in China nicht unbedingt westlichen Standards genügen, braucht man kaum anzuzweifeln. Die Zahlen von Foxconn sind unter einem anderen Blickwinkel betrachtet indes weitaus weniger skandalös, als die „Selbstmordwelle“ nahelegt. Seit 2007 habe es 11 Selbstmorde bei Foxconn gegeben, allein sechs dieses Jahr. Bei 700.000 Beschäftigten wäre das aber eine Selbstmordrate, die sehr weit unter dem jährlichen Durchschnitt in Deutschland liegt.