Tagesschau-App für iPhone erzeugt Sturm im Wasserglas

Rückblende: Am 21. Dezember 2009 wurde angekündigt, eine Tagesschau-App für das iPhone bzw. den iPod touch veröffentlichen zu wollen. Diese Ankündigung fand der Axel Springer Verlag, übrigens selbst vertreten mit einer BILD-App, gar nicht lustig und lässt seitdem keinen Moment aus, gegen die öffentlich-rechtliche Anstalt miese Stimmung zu machen. Warum eigentlich?

App Store, Bild: Apple

Nach Ansicht des Springer Verlages, und zwischenzeitlich auch von einigen Politikern sowie dem Bund Deutscher Steuerzahler, schadet die angekündigte Gratis-App der Tagesschau den privaten Anbietern. Die Gebühren für den TV-Empfang von öffentlich-rechtlichen Fernsehkanälen sollten nicht dazu „vergewaltigt“ werden, eine zusätzliche Software zu finanzieren, die zudem – im Gegensatz zur BILD-App – noch kostenlos angeboten werden soll.

Springer fürchtet Arbeitsplatz-Verlust

Der Springer-Verlag geht noch einen Schritt weiter und befürchtet durch diese App-Veröffentlichung gar noch den Verlust von tausenden von Arbeitsplätzen. In der Zwischenzeit hat der Chefredakteur der Tagesschau zu den anhaltenden Diskussionen im Tagesschau-Blog Stellung bezogen. Die angekündigte Tagesschau-App sei nichts anderes als bereits vorhandene Inhalte auf einem mobilen Gerät (iPhone) zugänglich zu machen. Für die App würden keine Gebühren von Steuerzahlern verschwendet.

Gespannt warten wir also auf eine weitere Runde dieser Auseinandersetzung – und darauf, dass die Tagesschau-App im App Store veröffentlicht wird.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

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  • Zuletzt aktualisiert am: 4. März 2021
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