Parallels Desktop 5 – jetzt mit Windows 7-Unterstützung

Windows am Mac, Bild: Parallels

Vor gut 14 Tagen eroberte Windows 7 die Regale der Computerhändler. Anwender, die aus Gründen der Kompatibilität auf Windows angewiesen waren, standen mit ihrem Mac jedoch bis vor kurzem im Regen, denn Boot-Camp-Treiber kommen erst im Winter und Virtualisierer waren noch nicht für Windows 7 gerüstet. Doch ab heute folgt mit Parallels, nach VMWare Fusion, der zweite Big Player und veröffentlicht Parallels Desktop 5.

Parallels Desktop 5 ist ein Virtualisierer, der es ermöglicht, fremde Betriebssysteme auf einem Mac unter Mac OS X zu installieren. Das Besondere daran ist, dass das Gast-System in einem Fenster läuft und einzelne Programme sich beinahe nahtlos an das Haupt-System anpassen können. Mit dem heute veröffentlichten Parallels Desktop 5 wird nun selbst Microsofts jüngster Spross als Gast-System vollständig unterstützt. Neben Windows können zudem wie gehabt andere Systeme, beispielsweise Linux, im Fenster ausgeführt werden.

Geschwindigkeitszuwachs

Der Hersteller verspricht einen Sprung in Sachen Geschwindigkeit. So sei Parallels Desktop 5 22 Prozent schneller beim Ausführen einer Windows 7-Installation in der 64-Bit-Variante als ein Konkurrenzprodukt der Industrie. Dazu winkt ein Tempogewinn von satten 300% bei Aktionen innerhalb einer virtuellen Maschine. Freunde von aufwendigen 3D-Spielen für Windows dürfen sich über eine 7-fache Punktzahl im Benchmarktool 3DMark 2006 freuen.

Durch die Optimierungen bei der 3D-Grafik wurde in Version 5 die Unterstützung für Windows Aero komplettiert, sogar das Gimmick Flip 3D kann in die Liste der möglichen Spielereien aufgenommen werden. Die Virtualisierung ermöglicht eine Emulation von DirectX 9 mit Shader Model 3.0 und OpenGL 2.1 mit Beschleunigung durch die real vorhandene Grafikkarte.

Gestensteuerung

Die neue Version des Virtualisierers bietet über 70 neue Funktionen. Der Benutzer kann sich, wie gehabt, aussuchen, wie er seine Windows-Programme ausführen möchte. Hierbei besteht die Wahl zwischen Windows im Vollbild und dem Crystal-View, bei dem alles außer der aktiven Applikation verschwindet. Dazu bietet Parallels Desktop 5 die Möglichkeit, Windows-Anwendungen wie Mac-Anwendungen zu bedienen, etwa mithilfe der Trackpad-Gesten für Zoomen oder Drehen.

Sprachvielfalt

Parallels Desktop 5 für Mac ist ab heute verfügbar und wird in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch angeboten. Weitere Sprachen, darunter Chinesisch, Tschechisch, Ungarisch, Japanisch, Polnisch und Russisch werden in den kommenden Wochen folgen.

Der Preis liegt bei 79,90 Euro (UVP) für eine neue Lizenz. Ein Upgrade von einer früheren Version schlägt mit 49,90 Euro zu Buche. Anwender, die ihre Lizenz am oder nach dem 1. Oktober 2009 gekauft haben, bekommen gegen einen Kaufnachweis ein kostenloses Update. Wer im Parallels Online Store orderte, wird direkt mit einem Upgrade-Key beglückt. Eine kostenlose Testversion kann direkt von Parallels bezogen werden.

Mehr über Stefan Keller:

Seit 1990 am Computer, seit 1999 im Internet und schon immer am Spielen. Ansonsten gerne Bastler an Technik und Hardware. Manche unterstellen mir, alles zu wissen, das stimmt aber nicht. Manche Dinge weiß ich nicht, beispielsweise wie man Strategiespiele spielt.

Metadaten
  • Geschrieben am: 4. November 2009
  • Zuletzt aktualisiert am: 3. März 2021
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