Jailbreak auf fast jedem zehnten iPhone

Nach einer neuen Analyse sind 8.6% aller iPhones auf dem Markt einem Jailbreak unterzogen worden. Tendenz steigend.

iPhone 3GS schwarz (Vorderseite), Bild: Macnotes

Die Marktforscher von Pinch Media untersuchen monatlich, wie hoch der Jailbreak-Anteil unter allen verkauften iPhones ist. Noch einen Monat zuvor betrug der Anteil 8.43% und ist somit leicht angestiegen.

Die Ursache dafür liegt in den neu verkauften Geräten seit Mitte Juli und damit in erster Linie beim iPhone 3GS. 17.1% der etwa einen Million neu hinzugekommener iPhones im vergangenen Monat wurden gejailbreakt. Dies betrifft nicht unbedingt die verkauften Neugeräte – der Anstieg ist höchstwahrscheinlich auf den Zweitbesitzermarkt zurückzuführen.

Viele iPhone-Kunden mit offiziellen Verträgen führen Upgrades ihrer Tarife durch und erhalten dadurch (z. B. bei T-Mobile) gegen monatliche Zahlungen das neue iPhone zum bereits bestehenden Vertrag. Die alten iPhones landen in den meisten Fällen bei Familienmitgliedern, Bekannten oder fremden Käufern, die keinen iPhone-Vertrag besitzen und somit den Jailbreak als ersten Schritt benötigen, um ihr Gerät für andere SIM-Karten freischalten zu können.

Ähnliche Statistiken wurden auch schon veröffentlicht: Im Juli sollen etwa 5% aller iPhones „hacktivated“, also mit nichtoffiziellen bzw. fremden SIM-Karten für den Jailbreak vorbereitet gewesen sein. Diese Zahl dürfte somit ebenso wie der Jailbreak-Anteil gestiegen sein und weiter steigen.