I Dig it – ein Klon auf dem iPhone

Wenn man sich anschaut, welche Möglichkeiten Apples Handheld einem bietet, und wenn man sieht, wie wenig oft draus gemacht wird, kann man sich nur wundern. Unter die Erde graben, dabei wertvolle Gegenstände und Gadgets aufsammeln. Richtig, das hatten wir vor kurzem schon Mal. Was diesmal anders ist, und wie sich I Dig it von InMotion im Test schlägt...

I Dig It, Screenshot

Ich muss zugeben, ich war ganz angetan von California Gold Rush (4 von 5 Macs). Und I Dig it trennt so viel von der Goldsucherei unter der Erde nicht. Zwar befinden wir uns nicht in der Sierra Nevada, doch unsere kleine Farm befindet sich ebenfalls irgendwo in Nordamerika. Wir sind mit einem umgebauten, alten Bulldozer unterwegs. Als die Zeiten schlecht werden, überlegt sich der findige Farmer Lewis, das Gefährt umzubauen, und zwar in eine High-Tech „Diggin machine“ mit Bohreraufsatz vorn dran und anderem mehr. Mit diesem Buddelgefährt zieht es uns (Lewis) in I Dig it unter die Erde. Wir sammeln in erster Linie Metallschrott, aber finden zum Teil auch Cola-Dosen, Kristalle und so manch anderen Kram, weil wir schließlich der Bank die Schulden zurückzahlen wollen.

Pimp the Diggin machine

Aber wie es nun einmal so ist – von nix kommt nix. Wir können den Bohrer aufrüsten, die Lade- und Treibstoffkapazitäten erweitern, ja sogar den Buddler besser gegen Einflüsse von Außen schützen, indem wir ihm sukzessive einen dickeren Panzer verschaffen. Möglichkeiten gibt es viele. Treibstoff, Ladekapazität, Hitze, „Gesundheitszustand“ und andere Dinge mehr stellen sich dabei als Variablen heraus, die unser Spiel beeinflussen.

Bedienkomfort mit Lücken

Lässt man beiseite, dass der Titel nur hochkant gespielt werden kann, ist der nächste Kritikpunkt wohl der, dass die Steuerung ein wenig behäbig wirkt und vor allem immer nur kleinschrittiges Vorgehen erlaubt. Zwar könnten wir auch mit einem Finger jeweils links oder rechts neben das Gefährt tippen oder darüber oder darunter, doch ist diese Form der Steuerung zu ungenau und just in dem Moment unbrauchbar, wenn wir aus der Tiefe mittels Turbinendruck an die Oberfläche navigieren wollten. Die Wahl fällt demnach auf den virtuellen Joystick, der in der unteren rechten Bildschirmhälfte angezeigt wird. Der jedoch verliert manchmal den Grip und es geht nicht weiter. Wir müssen neu ansetzen.

Klar, muss clever gebohrt werden, doch insgesamt lässt der Bedienkomfort auch anderswo zu wünschen übrig. Die „Tankanzeige“ ist eigentlich selten im Blick des Spielers, weil er sich eher auf das Buddelgeschehen konzentriert. Ähnlich schaut es mit dem „Gesundheitszustand“ aus. Es geschieht drum manchmal, dass man Game Over gegangen ist, weil man schlicht vergaß, den Gastank aufzufüllen. Das wär alles nicht so schlimm, wenn man zumindest schnell wieder ins Spiel einsteigen könnte. Stattdessen müssen wir nach dem Punktebildschirm erst im Hauptmenü wieder ins Spiel einsteigen und uns unnötigerweise die Kampagnen-Beschreibung nochmal durchlesen oder zumindest wegtippen. Kurz zur Grafik – sie ist in Ordnung. Aber ein Soundtrack tut Not.

Fazit

I Dig it hat durchaus Potenzial, vergeudet es jedoch an vielen Stellen. Manchmal wäre weniger mehr gewesen. Es gibt viele Funktionen, die man lange Zeit überhaupt nicht, oder sogar gar nicht verwendet, weil man es nicht muss. Platz wird dadurch trotzdem verschwendet. Hier hat mir leider auch das Tutorial nicht geholfen, da ich darin „Game Over“ gegangen bin? – Wie kann so etwas sein. Das macht keinen Sinn. Es gibt einen freien Spielmodus, der erst nach erfolgreichem Bestehen einiger Kampagnen-Level freigegeben wird und akribische Buddler werden sich finden, die trotzdem Spaß an I Dig it haben werden, weil sie sich von den Widrigkeiten nicht schrecken lassen. Mich hat das Spiel jedoch nicht motiviert, alle 60 Missionen zu erleben oder alle 5 Minispiele abzuwarten. Meine Wertung: 3 von 5 Macs. Mein Ratschlag: Drum prüfe, wer sich ewig bindet. InMotion hat glücklicherweise eine Lite-Variante in petto.