Apple-Patent: Mac OS X oder Avatare mit Gesten steuern

MacBook Pro 13 Zoll (2009), Bild: Macnotes

„Motion Tracking User Interface“ nennt sich die Technik, mit der Apple Gestensteuerung auf Mac OS X bringen will. 2007 reichte Apple ein entsprechendes Patent ein, das nun veröffentlicht wurde. Mit Kopf- oder anderen Gesten, aufgenommen per Kamera, sollen beispielsweise Fenster gesteuert werden oder einfache Objektmanipulationen möglich sein.

Rechner mittels Kopfbewegung steuern

Das Problem, dass Menschen eben nur zwei Hände haben, soll mit Apples Patent angegangen werden. Insbesondere über Kopfbewegungen sollen so Interaktionen mit dem Rechner möglich werden.

Apple beschreibt in dem Patent die Erfassung des „Ziels“ (des gefilmten Users) und wie seine Bewegungen zu Steuerungsgesten interpretiert werden. Darunter fällt die Steuerung eines Avatars (der beispielsweise die Gesten des Nutzers imitiert) oder Interaktion mit OS-Elementen. Mit Nickbewegungen könnte so in einem Text gescrollt werden, je nach Kopfhaltung wird ein aktives Fenster angewählt. Der Cursor kann ebenso gesteuert werden, Apple erwähnt hier auch mögliche Vorteile von Systemen mit mehr als einem Cursor.

Apple bietet mit den Multitouch-Gesten bereits einige nützliche Interface-Verbesserungen, die im Gegensatz zu Mausbutton-Overkills leichter und intuitiver vonstatten gehen. Der Kopf als weiteres „Eingabeinstrument“ dürfte etwas schwieriger zu implementieren sein, selbst wenn man sich ein so „einfaches“ Szenario wie die Auswahl des gerade betrachteten Fensters per Kopfbewegung vorstellt. Bereits der bekennende Mac-Fan Douglas Adams beschrieb in „Per Anhalter durch die Galaxis“ das grundsätzliche Problem der Gestensteuerung, die er beim Radio beschrieb: hatte man den korrekten Sender und angenehme Lautstärke eingestellt, muss man nur noch ganz ruhig sitzen bleiben.

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Berufsbedingt auf iPhone und Macbook Pro gewechselt und pflegt seitdem ein stetig wachsendes Faible fürs iPhone wie auch eine gewisse Distanz zum Macbook. Nutzt ungeniert auch Linux und Windows, was ihn nicht davor schützt, gelegentlich Fanboy geschimpft zu werden.

Metadaten
  • Geschrieben am: 22. Juni 2009
  • Zuletzt aktualisiert am: 3. März 2021
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