rj, den 4. Februar 2009

NS Basic: Laufzeitumgebung fürs iPhone unerwünscht

Ein SDK fürs iPhone
Ein SDK fürs iPhone, Bild: Apple

Apple will‘s eben nicht: Laufzeitumgebungen auf dem iPhone sind nicht vorgesehen, und so bleibt die Spekulation, was für Folgen eine Freigabe der „NS Basic for iPhone“-Entwicklerplattform der kanadischen Softwareschmiede NS Basic Cooperation haben könnte.

Chef Georg Henne verweist auf 20.000 Entwickler, die mit der Plattform programmieren, die Softwarelandschaft auf dem iPhone bereichern und das Smartphone gar für Hobbyisten programmiertechnisch nutzbar machen könnten.

Im Interview mit dem Inquirer klagt Henne über Apples Verzögerungs- bis Verweigerungshaltung, was die Unterstützung der Plattform durch Apple betrifft. Eine einfache Programmierumgebung in der Art von Visual Basic sei ihr Produkt, von dem Videodemonstrationen und eine FAQ fürs iPhone verfügbar sind. Die Plattform läuft auch auf dem iPhone hervorragend, nebenbei könnten Apps auch für mehrere andere Plattformen mitentwickelt werden.

Insbesondere bei den semiprofessionellen Entwicklern sieht Henne großes Potential und verweist beispielsweise auf Ärzte, die häufig spezielle Tools für den Eigenbedarf in einer einfachen Umgebung coden und intensiv nutzen. Auf einen professionellen Entwickler rechnet Henne zehn solcher Nebenbei-Appcoder. 20.000 Entwickler nutzen seine Umgebung, so Henne, ein Verlust für die iPhone-Plattform, für die aus dieser Ecke keine nutzbaren Anwendungen kommen könne.

Scheitern muss die Portierung an Apples Haltung zu Laufzeitumgebungen, die auch Java und Flash bislang vom iPhone verbannt haben. Während in diesen Fällen Ablehnungen kommuniziert und im Fall von Flash gar ein Türchen aufgemacht wurde, sieht sich Henne mit seiner einsteigerfreundlichen Programmierplattform auf leicht verlorenem Posten. Was Apple zu den Aussichten sage, die eine Basic-IDE fürs iPhone mit sich bringen könne, wurde Henne gefragt. Seine Antwort:

„Unsere Unterhaltungen mit Apple waren bisher strikt einseitiger Art: wir finden niemanden, der mit uns reden will.“
Georg Henne

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