Grand Central und OpenCL: Neues vom Snow Leopard

OS X 10.6 - Snow Leopard

Noch ist der Release von Snow Leopard nicht abzusehen, Apple hat sich eine der im System steckenden Funktionen sicherheitshalber aber schon mal markenrechtlich schützen lassen.

Es geht um Grand Central, eine Technologie, die es Entwicklern möglich machen soll, mehr aus den Multi-Core-Prozessoren zu holen.

Bisher werden selbst bei Videobearbeitung und Spielen oft nicht alle Ressourcen der Prozessoren ausgenutzt, die zur Verfügung stehen. Grand Central soll dies vereinfachen, indem es das System selbst auf die vorhandenen Prozessoren vorbereitet.

Des weiteren soll bei Snow Leopard die OpenCL-Einbindung helfen, einiges an Performance zu gewinnen. Der offene Standard OpenCL soll es herkömmlicher Software ermöglichen, mehr aus den Multi-Core- und Grafikprozessoren zu holen. Diese Möglichkeit blieb bisher primär 3D-Programmen vorbehalten. Erst am Montag wurden die Spezifikationen für OpenCL 1.0 veröffentlicht, ein Standard, dem sich nicht nur Apple, sondern auch AMD, IBM, NVIDIA und andere angeschlossen haben.

Wer auf der Liste allerdings fehlt: Microsoft. Dort fokussiert man sich unterdessen auf den DirectX-Standard, der vermutlich Anfang nächsten Jahres in der Version 11 herauskommen soll. Sollte allerdings OpenCL tatsächlich so maßgeblich die Geschwindigkeit verbessern, wie Apple das bisher ankündigt, könnte dies bei Microsoft für ernste Probleme sorgen.

Mehr über kg:

Erst Atari-Besitzer, dann ab Mitte der Neunziger Apple-User, angefangen mit einem Performa 5200, jetzt MacBook-Nutzerin.

Metadaten
  • Geschrieben am: 10. Dezember 2008
  • Zuletzt aktualisiert am: 2. März 2021
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