Mit BoinxTV Videocasts einfach produzieren

Dass gute Software nicht immer nur aus dem Ausland kommen muss, beweisen die "Coding Monkeys" Martin Pittenauer und Dominik Wagner. Bereits vor einigen Wochen habe ich zum ersten Mal in ihre Videocasting-Software BoinxTV hineingeschaut, zu dem Zeitpunkt in Form einer Alpha-Version. Jetzt ist BoinxTV auch offiziell erschienen. Was genau BoinxTV macht, ist recht einfach erklärt: Mit dem Programm lassen sich vergleichsweise einfach Videocasts live produzieren.

BoinxTV, Screenshot


Dazu stehen diverse Vorlagen bereit, mit denen man Einblendungen, Videoclips, Senderlogo und Crawls direkt einbinden kann. Jedes Element kann man mit einem Knopfdruck einzeln zuschalten und selbst konfigurieren, zusätzliche Ebenen lassen sich mit Apple Quartz Composer erstellen. Insgesamt erinnern die Möglichkeiten an die Funktionalität, die Webdienste wie Mogulus für Webstreams liefern, mit dem feinen Unterschied, dass die Palette verschiedener Elemente bei BoinxTV um einiges größer ist.

Vor der Produktion kann man sich auf ein bestimmtes Videoformat festlegen, zur Auswahl steht beispielsweise PAL oder auch ein iPhone-Format.

Auch bei der Speicherung des produzierten Videos sind diverse Ausgabeoptionen möglich: Von MPEG-4 über AVI bis Windows Media reicht die Palette.

Klarer Vorteil für Einsteiger oder technisch nicht so versierte Nutzer ist der Wegfall der Postproduktion, die ansonsten einiges an Zeit verbraucht. Sehr nützlich ist die Software auch für all jene, die möglichst kurz nach der Aufnahme bereits ein veröffentlichungsfähiges Video vorliegen haben wollen.

Ganz billig ist die Software nicht: Die Standardlizenz kostet $499, eine „Sponsored Edition“, bei der in jeder produzierten Sendung ein Hinweis auf die Software zu geben ist, kostet $199. Ein fairer Tausch. Wer einfach nur mal einen Einblick haben möchte, was das Programm so kann, der hat die Möglichkeit, sich die fünf Tage gültige Demoversion herunterzuladen.

Voraussetzung für den Betrieb der Software ist ein relativ neuer Mac (auf den alten weißen und schwarzen MacBooks läuft es beispielsweise nicht!) mit Betriebssystem 10.5.5 und der aktuellsten Version von Quicktime.