sm, den 14. Juli 2008

Test: Twitterrific premium

Twitterific
Twitterific, Screenshot

Auch wenn hinter Twitter bislang kein wirkliches Geschäftskonzept steht, kann man den Web-Dienst kaum noch übersehen. An nahezu jeder Ecke sind Mashups zu finden. Außerdem wächst die Liste der Twitter-Clients von Tag zu Tag. Mit dem Release des App Store am vergangenen Freitag feierte auch Twitterrific für iPhone und iPod touch seine Premiere und steht in zwei Versionen bereit. Wir haben die Software getestet.

Eine der beiden Varianten von Twitterific ist kostenlos im App Store erhältlich. Twitterrific Premium verzichtet für einen Preis von 7,99 Euro auf das Einblenden von Werbung und bietet ein alternatives Design.

Interface

Nicht zu Unrecht konnte Twitterrific einen Apple Design Award im Rahmen der diesjährigen WWDC gewinnen. Das Interface ist hervorragend. Sowohl das Design der kostenlosen als auch das Theme der kostenpflichtigen Version von Twitterrific können auf ganzer Linie begeistern.

Die aktuellsten Tweets stellt die App auf zwei Arten dar. Entweder in der handelsüblichen Listendarstellung oder in der Detailansicht. Die zeigt jeweils nur einen Tweet.

Bedienung

Twitterific erlaubt Tweets abzurufen und zu verfassen. Ihr könnt aber auch auf das Fotoalbum bzw. die Kamera direkt zugreifen. Mit einem kleinen Icon unterhalb des Eingabefelds steuert Ihr, ob die aktuelle Position an Twitter geschickt wird. Ein weiteres Icon ermöglicht das Einfügen von Fotos aus dem Fotoalbum oder eben den Zugriff auf die Kamera. Das neue Bild wird danach im Hintergrund zu TwitPic geladen.

Neben der Wahl des Designs bietet Twitterrific auch die Möglichkeit, die gesamte Applikation auf einen linkshändigen Bediener umzustellen. Auch könnt Ihr ein akustisches Signal beim Eintreffen neuer Tweets einrichten.

Einstellungen von Twitterific

Einstellungen von Twitterific, Screenshot

Fazit

Twitterrific ist auf dem iPhone ebenso gelungen wie unter Mac OS X. Die kostenpflichtige Variante beinhaltet ein alternatives Theme und verzichtet auf die Einblendung von Werbung zwischen den Tweets. Ob dieser geringe Mehrwert einen Preis von 9,99 US-Dollar bzw. 7,99 Euro rechtfertigt, müsst Ihr selbst entscheiden. Ich ziehe jedoch das helle Layout dem dunklen vor und finde es sehr angenehm keine Werbeeinblendungen in Twitterrific zu erhalten.

An der Performance von Twitterrific muss der Entwickler jedoch noch etwas schrauben. Die Applikation läuft zwar größtenteils flüssig, nur das Scrollen der Tweets in der Listenansicht ruckelt stellenweise etwas und die fehlende Rückmeldung beim Favorisieren von Personen ist doch arg nervig. Wenn bei diesen beiden Punkten nachgebessert wird, steht einer Wertung von fünf von fünf Punkten nichts mehr im Wege. Solange aber die Mängel an der Bedienung bzw. der Performance vorliegen, sind es leider nur vier Punkte.

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