sm, den 8. Juli 2008

Test: Squirrel

Squirrel
Squirrel, Screenshot

Sucht man eine einfach zu bedienende und flexible Finanzverwaltung, kommt man wohl kaum an den beiden Applikationen mit den netten Tierchen als Programm-Icon vorbei. Squirrel ziert ein Eichhörnchen, und Cha-Ching ein Sparschwein. Ersteres gewann im Rahmen der diesjährigen WWDC einen Apple Design Award. Grund genug Euch die aktuelle Version 0.6 in diesem Vorab-Testbericht genauer vorzustellen.

Nach dem ersten Start von Squirrel wird man vom freundlich grinsenden Eichhörnchen begrüßt und durch die Einrichtung des ersten Accounts geführt. Die Animationen zwischen den einzelnen Schritten erinnern an den Einrichtungsassistenten von Quicksilver.

Squirrel Einrichtungsassistent

Squirrel Einrichtungsassistent, Screenshot

Konten & Kreditkarten

Squirrel bietet fünf unterschiedliche Typen an Accounts: Bankkonten, Sparbücher, Bargeld, Kreditkarten und Freunde. So interessant es nun auch klang, dass man zwischen fünf verschiedenen Accounttypen wählen kann, so ernüchternd ist die Tatsache, dass sich diese nur in ihrem Icon unterscheiden und die Angabe der Onlinebanking-URL bei Bargeld und Freunden keinen Sinn macht, für mich zumindest.

Da bei mehreren Accounts auch immer wieder das Thema des Geldtransfers von A nach B aufkommt, hat Squirrel dieses Feature direkt integriert. Mit einem Klick auf das Icon in der unteren rechten Ecke erscheint ein Fenster, mit welchem Geld von einem Account auf einen anderen Transferiert werden kann. Nach Eingabe des Betrags erstellt Squirrel automatisch die Abbuchung für Account A und den Geldeingang für Account B.

Neben der gewöhnlichen Listenansicht aller Transaktionen bietet Squirrel auch zu jedem Account eine grafische Darstellung aller Geldein- und -ausgänge. Fährt man mit dem Mauszeiger über das Diagramm, so erscheint der Kontostand des jeweiligen Tag neben dem Cursor.

Finanzreports

Mit Squirrel lassen sich mit wenigen Mausklicks Reports einzelner Accounts oder mehrerer Accounts erstellen. Einfach die zu berücksichtigenden Accounts selektieren und danach den Zeitraum festlegen. Entweder man wählt einen vordefinierten Rahmen wie letzte Woche, letzter Monat und dieser Monat oder man legt das Anfangs- und Enddatum selber fest. Alle Transaktionen werden anhand ihrer Kategoriefarbe dargestellt.

Alle Reports lassen sich auch direkt ausdrucken oder als PDF-Datei abspeichern. Bis zur finalen Version von Squirrel sollen noch verschiedene Templates integriert werden; Derzeit sehen die ausgedruckten Reports zwar nicht schlecht aus, von Mac-Software ist man jedoch etwas mehr gewohnt.

Finanzreports in Squirrel

Finanzreports in Squirrel, Screenshot

Budgets fassen alle Ausgaben innerhalb bestimmter Kategorien und Tags zusammen. Ähnlich wie Reports, lassen sich auch Budgets mit wenigen Mausklicks erstellen und verwalten. Wie der Name schon verrät steckt hinter jedem Budget ein gewisser Betrag, welcher entweder einmalig ausgegeben werden kann, oder sich monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich wieder auffüllt.

Neben der Anzeige wieviel vom geplanten Budget schon ausgegeben wurde, liefert Squirrel auch eine monatl. Statistik um die Ausgaben – z.b. im iTunes Store – über die letzten Monate vergleichen zu können.

Natürlich lassen sich auch Ordner und Smart Folders in Squirrel erstellen, eine Hierarchie bestehend aus Ordnern und Unterordnern sucht man jedoch vergebens.

Apple Design Award

Die Arbeit an und das Potential von Squirrel haben auch die Entwickler von Apple erkannt und zeichneten den Entwickler Axel Péju im Rahmen der WWDC mit dem Apple Design Award für Best Mac OS X Leopard Student Product aus.

Fazit

Squirrel ist auf einem guten Weg, aber noch lange nicht dort angekommen, wo Axel Péju seine Applikation gerne sehen würde. Viele interessante Features stehen noch auf der Roadmap bis zur Version 1.0, darunter u. a. Synchronisation über .Mac / MobileMe und die Möglichkeit den einzelnen Accounts unterschiedliche Währungen zuzuordnen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass man bei einem Preis von 6,99€ nicht sonderlich viel falsch machen kann. Der Preis ist zum jetzigen Zeitpunkt angemessen. Version 1.0 soll 25€ kosten. Deshalb spart man auch noch 18 Euro, wenn man die Entwicklung von Squirrel zum jetzigen Zeitpunkt unterstützt.


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