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Redaktion Macnotes, den 17. April 2008

Apple mahnt iPhone-Importeure ab

iPhone Classic, 3G und 3GS von links nach rechts
iPhone Classic, 3G und 3GS von links nach rechts

Dass Apple keinen Spaß versteht, wenn es um das Vertriebsmodell des iPhones geht, dürfte jedem klar sein. Insofern verwundert es nicht, dass der Mac-Hersteller mit juristischen Mitteln gegen Händler vorgeht, die per Grau-Import am Erfolg mitverdienen wollen.

Interessant sind aber die Geschütze, die Apple dabei auffährt: Anwalt und Blogger Udo Vetter berichtet im lawblog von einem Fall, in dem Apple für eine Abmahnung über 13.000 Euro in Rechung stellt und den Streitwert auf 2 Millionen Euro beziffert. Das entspricht dem Gegenwert von rund 5.000 iPhones.

Wie Vetter gegenüber Macnotes erklärt, hatte seine Mandantin allerdings gerade einmal rund 150 Geräte in Frankreich erworben und an einen deutschen Händler weiterverkauft. Sicherlich keine Lappalie mehr, aber auch kein „großer Fisch“, gemessen an den Dimensionen des Marktes. Pikantes Detail: Das Geschäft fand laut Vetter statt, bevor der Exklusiv-Vertrieb des iPhones in Deutschland bei T-Mobile bekannt wurde.

Schätzungen zufolge werden weltweit etwa 25-30 Prozent aller iPhones entsperrt und nicht in den eigentlich vorgesehenen Netzen genutzt. Ein Blick über die Grenze scheint diese Zahlen zu bestätigen. Allein in der Schweiz sind laut der Zeitung „heute“ bereits 34.000 iPhones im Einsatz – obwohl es das Gerät dort bisher nicht zu kaufen gibt und es folglich nur nach Entfernen der SIM-Sperre genutzt werden kann.


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