iPhone 12 Pro Max beliebtestes 5G-Smartphone in den USA

Eine neue Auswertung zeigt, dass im Januar 2021 das iPhone 12 Pro Max in 49 von 50 US-Bundesstaaten das beliebteste 5G-Smartphone war. Das normale iPhone 12 Pro war hingegen das beliebteste 5G-Smartphone in der Region Vermont und in der Hauptstadt Washington D. C.

iPhone 12 Pro und Pro Max, Bild: Apple

Apples neue iPhone-Generation schneidet in der Auswertung generell gut ab. Die drei Modelle iPhone 12, 12 Pro und 12 Pro Max landeten im Ranking auf den vorderen drei Plätzen. Das iPhone 12 mini landete mit einigem Abstand dahinter. Dies passt in der Beobachtung zu Gerüchten, die in den letzten Wochen und Monaten aus Zuliefererkreisen über Analysten zu uns drangen.

Unmittelbar nach Apples Smartphones rangiert Samsungs Galaxy S20+ und Galaxy S20 Ultra auf den Plätzen 4 und 5.

Weitere Erkenntnisse

Geht man die Liste weiter, stellt man fest, dass offenbar in den USA Apple und Samsung die beliebtesten Smartphone-Marken generell sind. Denn auf der Liste, die 33 Geräte umfasst, kommt erst auf Platz 14 mit dem LG V60 ThinQ 5G ein Modell, das nicht von diesen beiden Herstellern stammt.

Generell landen LG, OnePlus und vor allem Nokia auf den hinteren und hintersten Plätzen. Autor Sascha Segan hat Mitleid mit Nokia, das offenbar kaum bis keine Nutzer für seine neuen 5G-Modelle interessieren konnte.

Die Daten präsentierte PCMag vorab, da die Muttergesellschaft J2 Global auch Besitzer des Speedtests von Oookla ist.

Methodologie

Wie kommt man zu den Zahlen? Es handelt sich um einen Mix aus zwei Datensätzen, die man miteinander kombinierte, um eine vermeintlich verlässliche Aussage zu erzeugen.

  • Die Firma M Science hat mehrere Quellen angezapft, um die Verkaufszahlen bis 23. Januar herauszufinden.
  • Dazu kommen Auswertungen der Firma Ookla, die einen Geschwindigkeitstest betreibt.

Nun sind beider Datensätze nicht frei von Fehlern, und schon gar nicht vollständig. Wir erfahren nicht, auf welche Grundgesamtheit sich beispielsweise Ookla bei seinem Speedtest stützt. Es soll sich aber immerhin um App-Nutzer handeln, die man grundsätzlich individuell auseinanderhalten kann, und nicht um Nutzer, die den Service im Web aufsuchten. Denn dann fände keine sinnvolle Unterscheidung statt. Zwei unterschiedliche IP-Adressen könnten auch auf das gleiche Gerät hindeuten, ohne dass man das wissen könnte.

Noch etwas bereitet aber Probleme, nämlich die Art und Weise der Zusammenstellung. Nun soll die Verwendung des Speedtest eine Aussage über die Beliebtheit zulassen. Das kann sie aber gar nicht. Manche Geräte sind länger am Markt als andere. Es ist zu vermuten, dass Nutzer vor allem unmittelbar nach dem Kauf häufiger Tests unternehmen als im späteren Verlauf. Ein anderer Gedanke ist, dass es möglicherweise einen bestimmten Typus an Nutzern gibt, die generell Geschwindigkeitstests durchführen, die aber eher speziell sind und also Nutzer, die die Geräte besitzen und keinen Speedtest ausführen, werden bei der Auswertung komplett ignoriert. Dies wollte man dann mit der Zuhilfenahme der Verkaufszahlen ein wenig abfedern.

Vor diesem Hintergrund muss man die Auswertung zumindest mit ein wenig Skepsis betrachten, selbst dann, wenn weitere Daten die These stützen und es am Ende sogar trotzdem so ist, wie hier behauptet.