Anti-Turbo-Boost: So hält das MacBook Pro 50 Prozent länger

Das neue 16 Zoll MacBook Pro, Bild: Apple

Gerüchteweise plant Apple nämlich für seine MacBooks in Zukunft einen sogenannten „Pro-Modus“. Ein wenig so als würde man den Prozessor kurzfristig übertakten.

Im Quellcode der Beta von macOS 10.15.3 Catalina fand sich ein passender Hinweis. Dieser soll die Prozessoren in Momenten besonderer Last zu noch mehr Leistung bewegen.

Warum mehr und nicht weniger Leistung?

Arment hingegen argumentiert, dass Apple seinen MacBooks stattdessen auch einen Modus spendieren sollte, der bereits bei iPhones und iPads funktioniert. Nämlich einen „Low Power“-Mode. Wenn die Leistung nicht benötigt wird, werden im Prozessor nur solche Kerne verwendet, die weniger Leistung bieten. Das erhöht die Akkulaufzeit.

50 Prozent mehr Batterielaufzeit beim MacBook Pro

Arment selbst setzt die Software Turbo Boost Switcher Pro ein. Damit können Mac-Nutzer den „Turbo Boost“ von Intelprozessoren in ihren Macs deaktivieren. Das ist so, als würde man bei einem Auto die Motorleistung begrenzen. Am Ende kommen eben weniger Pferdestärken auf die Straße.

Wenn man in manchen oder sogar vielen Momenten die Leistung nicht benötigt, ist das eine interessante Alternative. Marco Arment jedenfalls beobachtet, dass er trotz abgeschalteten Turbo Boosts nach wie vor auch anspruchsvolle Aufgaben mit Xcode in der Entwicklung vornehmen kann.

Neben dem Plus an Akkulaufzeit bringt das aber noch weitere Vorteile. Denn die Lüfter in den MacBook Pro laufen ruhiger und die Wärmeentwicklung ist geringer. Das schon auch die Bauteile und verlängert deren Haltbarkeit.

Software vor dem Aus?

Eine Sorge quält den Entwickler jedoch. Er fürchtet, dass die Software mit einer der nächsten Versionen von macOS nicht mehr unterstützt wird. Sie nutzt jetzt eine Kernel-Erweiterung, die es dann vielleicht nicht mehr gibt.