Dealten Foxconn-Manager mit iPhone-Bauteilen?

iPhone 6s auseinandergebaut, Foto: iFixit

Normalerweise fallen bei der Volumenproduktion immer einige Bauteile an, die nicht für Endkunden geeignet sind. Die Zahl der Bauteile liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. In der Regel werden diese Bauteile dann verschrottet, womöglich recycelt und die Rohstoffe erneut eingesetzt.

Foxconn-Manager handeln mit Bauteilen

Nun kam ein taiwanischer Geschäftsmann auf die Idee, Handel mit dieser Ausschussware zu treiben. Er kontaktierte einige Mitarbeiter bei Hon Hai Precision (Foxconn) auf dem Festland in Zhengzou.

Die waren dann von der Geschäftsidee angetan und über Jahre entstand ein illegaler Handel mit Ausschussware. Der Tippgeber tritt gegenüber Mirror Weekly anonym auf, kann seine Vorwürfe wohl aber in Form von E-Mails und Textnachrichten verifizieren. Er sei irgendwann auch nicht der einzige Kunde der Foxconn-Verantwortlichen geblieben, selbst wenn er eigenen Angaben zufolge den größten Batzen abgriff. Er will selbst einen Gewinn in Höhe von 1,3 Milliarden Neue Taiwan-Dollar erzielt haben, umgerechnet rund 38,6 Millionen Euro.

Foxconn untersucht Vorkommnisse

Laut Mirror Weekly wisse Foxconn über die Vorfälle Bescheid und habe Untersuchungen eingeleitet. Das Unternehmen wollte die Vorwürfe jedoch nicht kommentieren. Man verwies darauf, dass man so sensible Geschäftsthemen generell nicht kommentiere.

Mirror Weekly behauptet indes, dass Foxconn und Apple durch diese illegalen Bauteilverkäufe ein Schaden in Höhe von 2,7 Milliarden Euro entstand.