Jonny Random, den 17. Juli 2019

Facebook muss nach Datenskandalen fünf Milliarden Dollar zahlen

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Facebook muss wohl eine Strafe in Milliardenhöhe zahlen. Auslöser sind die verschiedenen Datenskandale, so genannt, weil Facebook widerrechtlich Dritten den millionenfachen Zugriff auf persönliche Daten aus den Profilen seiner Mitglieder gewährt hatte.

Facebook wird offenbar eine milliardenschwere Strafzahlung leisten. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat sich das soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg mit der amerikanischen Handelsaufsichtsbehörde FTC auf einen Vergleich verständigt. Die daraufhin verhängte Geldbuße beläuft sich auf gut fünf Milliarden Dollar. Facebook hat die Zahlung bereits in seine interne Umsatzprognose eingepreist. Im zweiten Quartal hatte das Unternehmen einen Umsatz von 15 Milliarden Dollar erzielt. Wenn nun fünf Milliarden Dollar Strafe fällig werden, trifft dies das Unternehmen zwar spürbar, aber nicht vital. Genau daran stören sich verschiedene Politiker in den USA.

Senator fordert Haft bei Datenschutzverletzungem

Die nun vereinbarte Strafe sei nicht annähernd hoch genug für die Verfehlungen, die sich Facebook geleistet hat, moniert der US-Senator Ron Wyden aus dem Bundesstaat Oregon. Facebook, das forderten zuletzt auch andere Politiker beider Parteien im Kongress und Senat, müsse für Datenschutzverletzungem härter bestraft werden. Im vorliegenden Fall ergab sich die Strafe nach einer erwiesenen Verletzung der eigenen Datenschutzbestimmungen aus dem Jahr 2011 im Zuge des Facebook-Datenskandals.

Wyden ist Urheber einer Gesetzesinitiative, die neben höheren Geldstrafen auch eine Strafhaft für die CEOs von Firmen vorsieht, die in ihren Unternehmen den Umgang mit persönlichen Daten ihrer Kunden nicht rechtskonform gewährleisten können. In Europa werden beim Datenschutz ohnehin schon immer deutlich höhere Anforderungen an die Industrie gestellt.


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