Jonny Random, den 16. Februar 2017

Apple wehrt sich gegen Gesetz für bessere Reparierbarkeit von Smartphones

iPhone 6s auseinander gebaut
iPhone 6s auseinandergebaut, Foto: iFixit

Ein neues US-Gesetzesvorhaben stößt Apple bitter auf. Es sieht vor, dass unter anderem Hersteller von Smartphones Ersatzteile für ihre Produkte bereithalten müssen und Anleitungen zur Reparatur zu erstellen sind.

Einige US-Bundesstaaten treiben eine Gesetzesinitiative voran, die Apple gar nicht gefällt. Insgesamt acht Staaten sehen vor, dass Smartphonehersteller es den Kunden leichter machen sollen ihre Produkte zu reparieren. Hierzu sind Ersatzteile und geeignete Anleitungen bereitzustellen.

Insbesondere die Ersatzteilbeschaffung ist immer wieder problematisch. Reparaturdienstleister beziehen ihre Ersatzteile direkt aus der fernöstlichen Lieferkette und nicht etwa direkt bei Apple.

Apple ist dagegen

Apple protestierte gegen das Gesetzesvorhaben und kündigte Widerstand an, im April soll der iPhone-Konzern zum Thema gehört werden.

Cupertino argumentiert mit der Kundensicherheit. Die Nutzer könnten sich an den scharfkantigen Displays verletzen oder sich durch explodierende Akkus gefährden. Dass die faktische Unreparierbarkeit moderner Smartphones eine einzige Absatzsteigerungsmaßnahme ist, ginge wohl zu weit. Tatsächlich sind immer flachere Bauformen nur durch die immer stärkere Integration von Komponenten erreichbar. Doch Kunden, die ihre Smartphones jahrelang zu reparieren statt sich neu zu versorgen, dürfte den Unternehmen auch nicht gefallen.


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