Apple nutzt Datenzentrum in Moskau wegen neuer Gesetze

Apple hat Medienberichten zufolge Kapazitäten in einem Datenzentrum in Moskau, Russland, gebucht, um weiterhin Geschäfte in dem Land betreiben zu können. Neue Gesetze zwingen den iPhone-Hersteller aus Cupertino dazu.

iCloud.com - Beta mit Einstellungen und iCloud Drive

Die Moscow Times berichtet darüber, dass Apple nun beim Betreiber von Datenzentren, IXcellerate, in Moskau Kapazitäten für seine iCloud unterhält. Dieser Schritt ist notwendig, um mit dem neuen russischen Datenschutzgesetz konform zu gehen, das vorsieht, dass personenbezogene Daten von russischen Staatsbürgern ausschließlich auf Infrastruktur in Russland gespeichert werden darf. Das Gesetz wurde im Januar vorgestellt und trat zum 1. September in Kraft.

Zuvor hatte es geheißen, dass Russland ein Verbot des iPhones in Betracht ziehen wollte, da iCloud Nutzerdaten russischer Staatsbürger auf US-Servern speicherte.

Es heißt, dass Google aus demselben Grund in Moskau bereits 2014 ein Ingenieurbüro geschlossen hat, um dem Gesetz zuvor zu kommen.