MacBook Air: USB-3.0-Probleme wegen Intel-Haswell-Produktionsfehler?

MacBook Air - 11 und 13 Zoll, Bild: Apple

Werden die neuen MacBook Air bald zurückgerufen? Ein fehlerhafter Intel-Haswell-Chipsatz könnte zu Problemen mit USB-3.0-Speichergeräten führen, wenn Apple fehlerhafte Chargen von Intel-Chips einbauen lies. Das Szenario ist denkbar, aber noch nicht verifiziert.

Ruhezustand kritisch

Hardware.info berichtete (engl.) erstmals im März über einen möglichen Fehler in Systemen mit den neuen Intel-Haswell-Prozessoren. Computer, die aus dem Ruhezustand aufgeweckt werden, würden Probleme mit USB-3.0-Speichergeräten haben. Zum Beispiel blieben PDF-Dokumente anschließend einfach leer oder die Wiedergabe von Videos fror ein.

Intel bestätigt Fehler

Intel bestätigte (engl., PDF) diesen Fehler offiziell. Es seien ausschließlich USB 3.0-Speichermedien betroffen seien. Letztlich müssten sich Kunden keine Sorgen machen, denn ein Datenverlust infolge dieses Chipsatz-Fehlers sei ausgeschlossen.

„Intel issued a PCN documenting a chipset USB errata and stating that chipsets with the errata will be in production during the initial ramp. But Intel has confirmed that there is no chance of data loss or corruption. This issue has only been observed with a small subset of USB SuperSpeed thumb drives and does not affect other USB peripherals. We take all customer issues seriously and should any customer have a question or concern they can always contact Intel customer support.”
Intel

Das dazugehörige Dokument datiert auf den 4. April 2013! Aus diesem geht hervor, dass die ersten qualifizierten (korrigierten) Daten ab dem 1. Juli 2013 und das erste Post-Conversion-Material (Baupläne) ab dem 15. Juli 2013 verfügbar sein werden. Spätestens ab dem 31. Juli 2013 sollte die fehlerkorrigierte Serie dem Kunden ausgeliefert werden. Apple kann also möglicherweise fehlerhafte Chips geliefert bekommen haben.

Produktionsfehler in Kauf genommen?

Konkret ist zum Beispiel das MacBook Air mit dem Intel Core i5 Haswell-Prozessor von diesem Problem betroffen. Das würde bedeuten, dass Apple wissentlich fehlerhafte Haswell-Chipsätze im MacBook Air verbaut. Eigentlich hätte Apple den Release soweit heraus schieben müssen, bis die Prozessoren garantiert fehlerfrei sind. Ein Austauschprogramm droht.

Apple äußerte sich dazu bisher nicht. Inwieweit Apple schon mit Vorserien-Bauplänen ausgestattet wurde, ist ebenfalls unklar. Wir haben eine Anfrage an Apple geschickt.

Können diejenigen unter euch, die bereits eines der neuen MacBook Air erhalten haben, dieses Problem reproduzieren? Oder hat Apple am Ende Glück gehabt oder war gar nicht davon betroffen?

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  • Geschrieben am: 17. Juni 2013
  • Zuletzt aktualisiert am: 17. Juni 2013
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