Software-Entwickler: Apple macht OS X systematisch kaputt

Lloyd Chambers, ein professioneller Software-Entwickler, ist der Meinung, dass Apple bei der Entwicklung von Mac OS X auf falsche Werte gesetzt hat und mit dem aktuellen Kurs das System komplett an den Abgrund treibt. Das begründet er unter anderem anhand des Time-Machine-Features.

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Extreme Tech hat einen Artikel von Lloyd Chambers aufgegriffen, in dem sich jener damit beschäftigt, dass seiner Meinung nach OS X von Apple kaputt entwickelt wird. Er selbst beschreibt sich als einen Software-Entwickler, der mit vielen Sprachen und Umgebungen Erfahrung hat und seit den frühen 80er Jahren mit Macs arbeitet.

Seiner Meinung nach verkommt Mac OS X immer weiter zu einem Abziehbild von iOS, bei dem nur wichtig ist, wie die Dinge aussehen, nicht, wie sie wirklich funktionieren. Professionelle Anwender werden im Stich gelassen, was sich an der 3 bis 6 Jahre alten Hardware des Mac Pro zeigt und den gar nicht mehr angebotenen Xserves. OS X verkomme immer mehr zu einer Unterhaltungsplattform, während ernsthafte Arbeit immer schlechter möglich sei.

Weiterhin findet er die Updates des Betriebssystems zu schnell und zu unausgegoren. Damit würden viele Fehler eingebaut werden, die unnötig seien. Weiterhin hätten Entwickler kaum Zeit, sich sinnvolle Konzepte auszudenken, weshalb Funktionen nur „gut aussehen“, aber unter der Haube voller Bugs sind. Dies liege zudem daran, dass Entwickler-Ressourcen zu den iOS-Geräten getrieben werden, anstatt am Desktop-System zu arbeiten.

In seinem momentan sechs Kapitel (plus Intro) umfassenden Artikel erklärt er seine Meinung anhand von Bugs, unter denen OS X leidet. So sei Time Machine nicht in der Lage, mit hinreichend vielen Laufwerken zusammen zu arbeiten. In seinem Mac Pro arbeiten diverse Festplatten, die in Partitionen aufgeteilt wurden. Time Machine hat hierbei offensichtlich reproduzierbar den Überblick verloren und die Partition mit dem System in die Liste der nicht zu sichernden Objekte aufgenommen.

Extreme Tech fasst zusammen, dass Apple auf Rufe wie diese hören sollte. Immerhin verlangt der Hersteller aus Cupertino viel mehr für seine Hardware und rechtfertigt das mit dem „It just works“-Image und dass viele professionelle Anwender mit dem Mac zufrieden sind. Wenn sich jene Anwender eine neue Plattform suchen, dürfte dieses Image darunter leiden, so die Zusammenfassung.

Mehr über Stefan Keller:

Seit 1990 am Computer, seit 1999 im Internet und schon immer am Spielen. Ansonsten gerne Bastler an Technik und Hardware. Manche unterstellen mir, alles zu wissen, das stimmt aber nicht. Manche Dinge weiß ich nicht, beispielsweise wie man Strategiespiele spielt.

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  • Zuletzt aktualisiert am: 30. Januar 2013
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