Geekbench: Erste Benchmarkergebnisse für Ivy-Bridge-Macs aufgetaucht

Stefan Keller, den 14. Mai 2012
Macbook Pro
Macbook Pro

In der Benchmark-Datenbank von Geekbench sind erste Ergebnisse von Ivy-Bridge-Macs aufgetaucht. Konkret handelt es sich um ein neues Modell des MacBook Pro und des iMac. Beide werden mit einem Vierkerner ausgestattet. Bei den beiden Repräsentanten halten sich die Leistungsunterschiede zu den noch aktuellen Modellen zwischen 6 und 17 Prozent auf.

Mac Rumors berichtet darüber, dass in der eigenen Community Benchmark-Ergebnisse von kommenden Ivy-Bridge-Macs in der Datenbank von Geekbench entdeckt wurden. Es handelt sich dabei um ein MacBook Pro und ein iMac. Zwar können solche Ergebnisse gefälscht sein, aber Mac Rumors weist darauf hin, dass sie wenn dann recht gut gefaked wurden, da sie in sich konsistent und plausibel sind.

Das MacBook Pro meldet sich als MacBookPro9,1 und soll mit einem Intel Core i7-3820QM ausgestattet sein. Er läuft mit 2,7 GHz und bietet vier Kerne, die gleichzeitig dank HyperThreading acht Threads gleichzeitig verfolgen können. Dieser Prozessor wurde bereits im Vorfeld als möglicher Nachfolger für Sandy-Bridge-MacBook Pro gehandelt – im 13-Zoll-Modell soll er aber vermutlich nicht enthalten sein, dafür braucht er zu viel Strom.

Bei dem konkreten MacBook Pro wurden 8 GB RAM verbaut und als Betriebssystem läuft OS X 10.8 Mountain Lion Build 12A211. Als Ergebnis stehen letztendlich 12252 Punkte da – verglichen mit dem Mittelwert des Core i7-2860QM (momentaner Top-Prozessor in MacBook Pro) von etwa 10500 macht das einen Unterschied von gut 17 Prozent aus.

Der iMac meldet sich intern als iMac13,2 und hat den Intel Core i7-3770 verbaut. Dieser läuft mit 3,4 GHz und ist damit nach Taktfrequenz gleich schnell wie der momentan schnellste Sandy-Bridge-Prozessor, den man sich in iMacs bauen lassen kann, dem Core i7-2600. Mit einer Punktzahl von 12183 liegt er aber nur knapp vor seinem Vorgänger (11500 Punkte), rund 6 Prozent beträgt der Unterschied.

Interessant ist, dass der iMac mit OS X 10.8 Mountain Lion Build 10A2040 läuft – eine vierstellige Zahl am Ende der Buildnummer ist dann doch eher ungewöhnlich.

Wie man an den Benchmarkergebnissen sieht, ist der Prozessor wohl eher kein zwingender Kaufgrund für Ivy-Bridge-Macs. Deren Mehrleistung hält sich im überschaubaren Rahmen und ist außer in Benchmarks wohl nicht spürbar, zumindest im High-End-Bereich. Interessanter dürften die Chips für die kleineren Ausführungen werden, denn dort kommt der Grafikchip im Prozessor zum Tragen und dieser soll fast doppelt so schnell sein wie bisher. Außerdem dürften die neuen Macs mit USB 3.0 ausgestattet sein, worauf viele Anwender schon seit längerem Warten. Allerdings konnte Intel bislang nicht mit einem Chipsatz dienen, der die neuste Revision unterstützt und einen zusätzlichen Chip wollte Apple nicht einbauen.


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