rj, den 11. Januar 2011

iPad 2 am 2. oder 9. April, US-only für 3 Monate

iPad 2Aus vertrauenswürdiger Quelle wurde uns berichtet, dass der iPad- 2-Marktstart konkret werde: am ersten oder zweiten April-Samstag soll das neue Apple-Tablet in den USA (und nur dort) in den Verkauf gehen. Erst drei Monate später soll der Rest der Welt das iPad 2 kaufen können, das mit USB-Port, Retinadisplay und zwei Kameras ausgestattet sein soll.

(News in english) Bei Apple scheint man – sollten die Informationen zutreffen – vorsichtig zu kalkulieren, was Fertigungskapazitäten und Nachfrage angeht. Bereits beim iPhone 4 und dem iPad hatte der verzögerte Rollout weltweit für Ärger und Frustration bei den Kunden gesorgt. Drei Monate lang nur den US-Markt mit iPad 2-Geräten zu beliefern, scheint selbst bei der erwartbar hohen Nachfrage und den bekannten Produktionsengpässen schwer vermittelbar.

Auch nach dem ersten Vierteljahr soll die iPad 2-Vermarktung eine weitgehend exklusive Sache bleiben. Distributoren wie WalMart, Best Buy und Co. sollen bis zu einem halben Jahr lang leer ausgehen – in den USA wie anderswo. Bei Apple und nur bei Apple soll den Informationen zufolge das iPad 2 in den ersten drei bis sechs Monaten verkauft werden.

Damit würde Apple seine Verkaufsstart-Verzögerungen nochmals übertreffen. So wurde das iPad 2010 am 3. April – ebenfalls am ersten Samstag im April – in den USA und erst knapp zwei Monate später in neun weiteren Ländern gelauncht. Neben Deutschland waren seinerzeit Österreich, Luxemburg, den Niederlanden, Belgien, Hongkong, Irland, Mexiko, Neuseeland und Singapur bei der „zweiten iPad-Runde“ dabei. Beim iPhone 4 war der Club der Länder noch exklusiver, in denen nach den USA das Smartphone als nächstes vertrieben wurde: Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Japan.

Ausstattungstechnisch decken sich die Angaben mit den bisher bekanntgewordenen Gerüchten – zwei Kameras wird das iPad 2 definitiv haben, auch das „Retina“-Display überrascht allenfalls wegen der Bezeichnung, denn die höhere Display-Auflösung ist ebenfalls ein Pflichtfeature. Die Bedeutung des „Retina“-Features wird beim iPad 2 aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch aufgeweicht – die DPI-Zahlen des Retina-iPhone 4 wird das iPad kaum erreichen, zu teuer wären Displays mit solchen Auflösungen. Bleibt USB – das Kabel für den Dock-Anschluss wird selbstredend in einen USB-Stecker münden, was am „iPad-Ende“ hängt, wird hingegen so oder so eine Apple-spezifische Lösung sein, egal, ob der Formfaktor nun Micro-USB oder Dockingport wird.

Die durchgesickerten Informationen passen zu den jüngsten Entwicklungen bei den Zulieferern, die bereits auf die iPad 2-Knappheit zum Marktstart hindeuteten. Foxconn konnte die Produktion der Apple-Tablets nicht nach Belieben hochschrauben, die Massenfertigung des iPad 2 soll erst im Februar und damit schon leicht verspätet beginnen. Die Situation bei den Panel-Herstellern ist ebenfalls angespannt: aus Kapazitätsgründen sei eine AMOLED-Ausstattung des iPad 2 nicht erfolgt, die Tablet-Konkurrenz wird darüber hinaus ihren Teil dazu beitragen, dass die Panels am Markt aktuell knapp sind und bleiben.


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