Test: Espionage – Einfache Verschlüsselung von Ordnern

Zur Verschlüsselung von Ordnern gibt es ein paar Lösungen. Unter anderem das mächtige Open-Source-Tool TrueCrypt, allerdings ist dessen Verwendung umständlich und so gar nicht typisch Mac. Espionage hingegen bietet einen angenehmen und einfachen Weg einzelne Ordner, aber zum Beispiel auch sämtliche Mailpostfächer zu verschlüsseln.

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Das Tool Espionage setzt bei allen Funktionen auf Ressourcen die Mac OS X schon von Haus aus bereitstellt. Das schöne daran ist, dass es sich auch genauso in die Abläufe des Systems integriert und im Gegensatz zu TrueCrypt (Tutorial zur Einrichtung von TrueCrypt 5.0) nicht störend wirkt, aber eben auch einige Funktionen weniger aufweist. Geboten wird sowohl die Verschlüsselung in verschiedenen Stufen, als auch ein einfacher Passwortschutz.

Funktionsweise von Espionage

Die Funktion setzt dabei auf die gleichen Mechanismen wie FileVault bei der Verschlüsselung (zur Wahl stehen 128 und 256 Bit AES) des Benutzerordners: Der Ordner ist eigentlich ein Sparseimage oder auch Sparsebundle mit den entsprechenden Sicherheitsmerkmalen. Beim Öffnen wird wie bei FileVault der Inhalt des Sparseimage im entsprechenden Ordner abgebildet. Es kann also nach dem Unlock wie auf jeden anderen Ordner zugegriffen werden.

Die nötigen Mechanismen überwacht dabei ein Helper, welcher beim Login gestartet wird und in der Menubar verweilt. Über die Menubar lassen sich auch mit einem Klick alle gerade geöffneten Ordner wieder sichern.

Kompatibilität mit anderen Tools

Der Vorteil von Espionage ist, dass es weitgehend nahtlos mit verschiedenen anderen Applikationen zusammenarbeitet. Dafür gibt es unter anderem Profile für eine ganze Zahl von Programmen, womit sich zum Beispiel die Postfächer in Mail.app mit wenigen Klicks komplett verschlüsseln lassen. Weitere Profile stehen unter anderem für iCal, Adressbuch, XCode und Things zur Verfügung.

Espionage arbeitet mit den verschlüsselten Ordnern allerdings auch mit Synchronisations- und Sharing-Lösungen wie Dropbox zusammen. So lassen sich dort dann auch sensiblere Daten mit zusätzlicher Verschlüsselung ablegen.

Benötigt eine Applikation einen verschlüsselten Ordner, meldet sich Espionage und fragt nach dem Passwort. Allerdings muss je nach Größe und Verschlüsselung des Ordners beim öffnen auch eine entsprechende Verzögerung in Kauf genommen werden.

Fazit zu Espionage

Die Funktionen von Espionage können zwar nicht mit TrueCrypt mithalten, dafür bietet Espionage genau den Komfort den man als Macnutzer gewohnt ist und sich von den täglich verwendeten Apps auch wünscht. Der Preis von $25 ist absolut angemessen, vor allem in Anbetracht dessen, dass dieses Tool bei dessen Nutzern täglich im Einsatz sein dürfte.