VIP-App iVIP: Würdige Nachfolger von I am Rich

Wer erinnert sich noch an "I am Rich", die iPhone-App, die nichts konnte außer 999 Dollar kosten und so zu demonstrieren, dass der Besitzer Geld genug hat? iVip Black kostet 999 Dollar/799 EUR im App Store und bietet Informationen und Clubprivilegien für die Upper Class. Nie war das "Managen seines VIP-Lifestyles" so einfach, und nie sparte man als Mensch der Premiumklasse so leicht auch noch Geld dabei.

iVIP

Zugegeben, es erstaunt ein wenig, dass man die Klasse der Besserverdienenden ausgerechnet damit ködern will, dass sie bei ihren Zerstreuungen ein paar hundert Dollar Rabatte bekommen sollen. Wer auf Beitragsvergünstigungen für irgendwelche exklusiven Londoner Clubs Wert legt oder gar wegen sechs Prozent Rabatt in Cineworld-Kinos(!) von iVIP überzeugt wird, kann eigentlich qua Definition nicht in dem Sinne wohlhabend sein. Die App für Leute, die nicht aufs Geld achten müssen, für einen Preis, auf den man besser nicht achten sollte, und der Mehrwert: Rabatte. Bekanntermaßen wird man aber nicht vom Geldverdienen reich, sondern vom Geldbehalten, insofern sei über die seltsame Inkonsistenz hinweggesehen.

Neben den inbegriffenen oder ermäßigten Mitgliedschaften und Aktionsangeboten bietet iVip noch anderes, was stutzig macht. iVip beinhalte auch „…internal functions to manage your VIP Lifestyle, including a calendar…“ liest es sich bei iTunes, und man wundert sich direkt ein wenig, was eine App sonst noch leistet, die hier als erstes ausgerechnet mit einem Kalender angeben muss, einer Funktion, die Apple höchstselbst auch schon auf dem iPhone implementiert hat. Offenbar stört die Doppelung der vorhandenen iPhone-Funktionen durch eine 999-Dollar-App nicht allzu sehr.

iVIP kommt in zwei Preisklassen: 359,99 kostet die iVip Blue – Edition und 799,– die in Schwarz (iVIP Black). Zur teureren Variante gibt es das schöne Wissen, zu einer ganz besonders exklusiven Kaste zu gehören: vor der Lizenzierung der „Black“-Variante muss der Käufer nachweisen, über eine Million Pfund Vermögen zu besitzen. Irgendwie war „I am Rich“ da näher an der Idee des reinen Luxusguts dran.