mz, den 14. September 2009

Die Top 10 iPhone-Apps für Studenten

Auch im Studium gilt Apples „There’s an app for that“-Grundsatz – denn an der Uni wird das iPhone schnell zum idealen Begleiter. Wenn das Semester trotz iPhone nicht in die Gänge kommen will, geben die folgenden zehn besten Apps für den Universitätsalltag Anschub und Struktur. Aus diesem Grund sind die hier vorgestellten Top 10 iPhone-Programme für die Uni auch spielefrei – denn erfahrungsgemäß schafft man die Ablenkung von anstehenden Uni-Aufgaben auch ganz ohne Anleitung und App-Empfehlungen.

Da natürlich nicht alle Studierenden die gleichen Ansprüche haben und auch nicht die gleiche Studienrichtung verfolgen, mag natürlich die eine oder andere App nicht für alle gleichermaßen interessant sein. Die zehn App-Vorstellungen bekommen dafür teilweise auch von der Funktionsweise her ähnliche Programme als Alternative zur Seite gestellt. Außerdem gibt es am Ende noch zusätzliche Empfehlungen, die durch ihren besonders günstigen Preis oder ein Killerfeature auffallen.

Da wir hier von Apps für Studierende sprechen, habe ich auch auf die Preise geachtet. Viele der vorgestellten Programme sind zurzeit besonders günstig oder ohnehin kostenlos erhältlich.

1. Simplenote

[singlepic id=4597 w=0 float=left] Zugegeben: Die Notizen-App, die im iPhone bereits installiert ist, funktioniert. Man kann sich kurz etwas aufschreiben, später darauf zurückgreifen und die Notizen auch per Mail verschicken. Allerdings war es das dann auch schon mit den Vorteilen. Eine andere Möglichkeit zur Übertragung der Notizen gibt es nicht, Schriftart und Farbgebung der App sind gewöhnungsbedürftig.

Genau hier setzt SimpleNote an. Für 1,59€ erhält man einen vollwertigen Ersatz für den eingebauten gelben Notizblock, der im iPhone-typischen weiß-auf-blau Design besser in die Gesamtoberfläche passt und zudem mit Helvetica eine deutlich alltagstauglichere Schriftart bietet. Darüber hinaus erhält man nach dem Kauf kostenlosen Zugriff auf die Webversion von SimpleNotes, mit der sich die iPhone-App direkt synchronisiert. So kann man von jedem anderen Rechner aus auf die Notizen zugreifen, das umständliche Mail-öffnen-und-Text-einzeln-herauskopieren gehört somit der Geschichte an.

[singlepic id=4604 w=0 float=right] Eine kostenlose Alternative dazu wäre Evernote, das auch über das simple Notieren von Text hinaus noch einiges mehr bietet: Auch Audio-Memos und Fotos lassen sich in den eigenen Account auf der Evernote-Webseite hochladen und so mit dem Mac synchronisieren. Außerdem kann man zu jeder Datei die aktuellen Geodaten hinzufügen und weiß so immer, wo man die gerade gespeicherten Informationen gefunden hat.

Der Nachteil an Evernote ist, dass nicht alle Dateien auf allen Geräten abrufbar sind, sofern keine Onlineverbindung besteht. Konkret heißt das: Bei Start der Applikation wird eine Verbindung mit dem persönlichen Account hergestellt und die Daten von dort übertragen. Nur extra markierte Favoriten werden direkt auf dem iPhone gespeichert.
 

2. Things

[singlepic id=4596 w=0 float=left] Was Studierenden immer wieder vorgeworfen wird, ist, dass sie nicht in die Socken kommen. Ob das nur ein Vorurteil ist oder nicht, sollte woanders diskutiert werden. Da aber auch viele andere Menschen ihre Arbeit gern organisieren, gibt es Things fürs iPhone.

In einer klar aufgeteilten Übersicht ist es mit Things möglich, seine Aufgaben im Blick zu behalten und nach dem Standard-GTD (Getting Things Done) System abzuarbeiten. Die Aufgaben lassen sich in Projekten zusammen fassen und uneingeschränkt mit der ebenfalls erhältlichen Desktop-App synchronisieren. Things für iPhone ist die meistverbreitete und preisgekrönte GTD-App. Mit 7,99€ ist sie nicht günstig. Wenn man eine Weile mit Things (hier der Test zur Desktop-App) gearbeitet hat, lernt man die Möglichkeiten der iPhone-App aber zu schätzen.
 

3. Fahrplan

[singlepic id=4602 w=0 float=right] Jeder kennt die Situation: Das Buch, das man jetzt gerade für die Klausur durcharbeiten muss, gibts nur an einer anderen Uni oder in einer Bibliothek in der Nachbarstadt. Ist man dort einmal hingelangt, steht nach der Ausleihe der Rückweg an. Doch was ist die schnellste ÖPNV-Verbindung zurück? Mit Fahrplan für iPhone kein Problem!

Neben der Möglichkeit, jede Verbindung von jeder Haltestelle und jedem Bahnhof in Deutschland in Sekundenschnelle herauszufinden, bietet die App auch eine Umgebungssuche inklusive Angabe der Entfernung. Fährt der Bus also von einer anderen als der Haltestelle der Ankunft ab und man kennt sich nicht aus, hilft der mobile Fahrplan hier auch aus. Fahrplan für iPhone ist kostenlos!
 

4. Facebook

[singlepic id=4603 w=0 float=left] Facebook für iPhone wurde vor kurzem von Grund auf überarbeitet und stellt nun fast alle Funktionen, die auch die Website bietet, in einer einfachen Übersicht zur Verfügung. So kann man von überall aus mit den Kommilitonen in Verbindung bleiben. Die Verabredung zum lernen ist nunmehr über nahezu alle modernen Kommunikationsmittel möglich. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass man damit auch immer weniger Ausreden hat, falls man mal eine Verabredung vergisst :-) Facebook für iPhone ist kostenlos.
 

5. dict.cc

[singlepic id=4608 w=0 float=right] Jeder, der in seinem Studium mit fremdsprachlichen Texten konfrontiert wird, muss ab und zu bestimmte Wörter nachschlagen, was gerade bei wissenschaftlicher Fachliteratur regelmäßig passiert. Gerade erst vor ein paar Tagen ist die iPhone-App von dict.cc erschienen, die das komplette Angebot des englisch-deutschen Online-Wörterbuchs nun auch mobil verfügbar macht. Die größten Vorteile dabei sind, dass sie einerseits kostenlos im App Store verfügbar ist und andererseits die vollständige Datenbank beinhaltet. Wer für Datenverbindungen zusätzlich zahlen muss, spart so bares Geld.
 

6. Papers

[singlepic id=4598 w=0 float=left] Papers ist auf dem Mac in meinen Augen eine der besten Apps für Wissenschaftler überhaupt. Anstatt eine ungeordnete Sammlung von PDF-Dateien in uneinheitliche Unterordner aufzuteilen, kann man diese Arbeit getrost Papers überlassen. Die passende iPhone-App bietet die Möglichkeit, einzelne Texte oder ganze Kategorien aufs iPhone zu übertragen und damit auch unterwegs verfügbar zu machen. Schafft man es einmal nicht, einen Artikel auf dem Rechner zu Ende zu lesen, merkt sich die App bei der Synchronisation die Leseposition und man kann unterwegs an der Stelle weiterlesen, an der man aufgehört hat.

In vorher festgelegten Kategorien kann man ebenfalls Informationen zu neuen Artikeln bereits unterwegs speichern und sie für einen Import am Mac vormerken. Somit gehen keine Tipps von Kommilitonen oder Dozenten mehr verloren. Die Synchronisation mit der Desktop-App erfolgt über WLAN, die App kostet im Moment für begrenzte Zeit nur 7,99€ (Normalpreis 11,99€).
 

7. Newsstand

[singlepic id=4600 w=0 float=right] Wer versucht, sich durch Lektüre der neuesten Nachrichten über das Geschehen in der Welt auf dem Laufenden zu halten, hat sicher schon einmal einen RSS-Reader ausprobiert. Damit lassen sich die Feeds der meisten Nachrichtenagenturen abonnieren und man bekommt ohne großes Suchen direkt die Neuigkeiten auf den Mac oder PC.

Seit es Google Reader gibt, besteht auch die Möglichkeit, die abonnierten Feeds online zu synchronisieren. Lesen kann man seine Artikel dann entweder auf der Google-Webseite oder dem bevorzugten Desktop-Client. Auch für das iPhone gibt es RSS-Clients, die mit Google Reader synchronisieren. So bleiben die Artikel an allen Stellen immer auf dem gleichen Stand. Was bereits auf dem Computer gelesen wurde, wird markiert und unterwegs bekommt man dann nur noch die ungelesenen Artikel angezeigt.

Mit Newsstand für iPhone geschieht dies zudem auf eine sehr anschauliche Weise. Neben der Unterstützung von Themes kann man sich neben der eher übersichtsorientierten Ansicht die Artikel auch auf virtuellem Zeitungspapier anzeigen lassen. Darüber hinaus gibt es viele weitere Einstellungsmöglichkeiten zur Anzeige der Feeds, dem Download der enthaltenen Bilder etc. Newsstand für iPhone gibt es für 3,99€ im App Store. Eine günstigere Alternative, die ebenso gut funktioniert, aber sicher für diejenigen interessant ist, die auf die Möglichkeit einer Zeitungspapier-Ansicht verzichten können, ist MobileRSS, das für 2,39€ zu haben ist.
 

8. Convertbot

[singlepic id=4606 w=0 float=left] Kurz und knapp: Convertbot bietet die Umrechnung von Einheiten aller Art. Seien es Längen- oder Flächenmaße, Gewichte, Temperaturen oder Währungen; im Convertbot ist die Umrechnung schnell und einfach vollzogen. Dabei bietet die App ein einzigartiges Interface mit tollen grafischen und akustischen Effekten, die die Übersicht und die einfache Bedienung aber nicht beeinträchtigen. Convertbot kostet im App Store aktuell 0,79€.

Eine kostenlose Alternative, die ohne eine spektakuläre GUI auskommt und trotzdem nahezu alles umrechnet, was man sich vorstellen kann, ist die werbefinanzierte Version von Convert Everything.
 

9. Offmaps

[singlepic id=4599 w=0 float=right] Offmaps ist die in mehrerlei Hinsicht kostengünstige Alternative sowohl zu Google Maps, als auch zu der aktuell immer größer werdenden Anzahl an nativen Navigations-Apps der großen Hersteller. Anstatt wie Google Maps die Kartendaten fortwährend über das WLAN bzw. Mobilfunknetz aus dem Internet zu laden, was zusätzliche Kosten verursachen würde, kann man die erforderlichen Karten mit Offmaps im Vorhinein auf das iPhone laden und sich dann von der iPhone-App auch zum Ziel navigieren lassen. Insbesondere bei kurzen Auslandsreisen ist Offmaps also eine absolute Empfehlung, weil so keine zusätzlichen Kosten anfallen.

Der geringe Kaufpreis von 2,39€ macht Offmaps allerdings gerade für Studierende auch im Vergleich zu TomTom, Navigon und Co. extrem interessant. Die integrierte Routenplanung funktioniert über GPS hervorragend, auch wenn sie auf die Navigation von einer zur anderen Adresse beschränkt ist. POIs zum Beispiel lassen sich nicht direkt annavigieren, auf der Karte angezeigt werden sie allerdings schon. Offmaps ist somit in Bezug auf Anschaffungs- und Folgekosten eine absolute Sieger-App.
 

10. QuickOffice

[singlepic id=4607 w=0 float=left] Zu guter Letzt sei noch eine App erwähnt, die die vielfach beklagte, im iPhone fehlende, Funktion zur Bearbeitung von Office-Dokumenten übernimmt. QuickOffice, das zurzeit für 7,99€ im App Store erhältlich ist, unterstützt Word- und Excel-Dateien sowie TXT-Dokumente und hält ein ganzes Spektrum an Bearbeitungswerkzeugen parat.

Neben den Formatierungsoptionen und Autokorrektur speichert QuickOffice die bearbeiteten Dateien auch automatisch ab und verhindert so unnötigen Datenverlust. Der Zugriff auf benötigte Dokumente ist über WLAN möglich, die Bearbeitung kann je nach persönlichem Gusto im Portrait- oder Landschaftsmodus erfolgen.

Nutzer des Apple-Onlinedienstes MobileMe können ihre Dateien direkt aus der App heraus auf ihre iDisk laden und dort auch wieder darauf zugreifen. Auch das Versenden eines Dokuments per E-Mail ist möglich. Wer auch unterwegs seine Texte oder Tabellen bearbeiten und nicht immer den Computer mit sich heraumtragen möchte, dem sei QuickOffice hiermit empfohlen.
 

Zusätzlicher Tipp für MobileMe-Nutzer: iDisk

[singlepic id=4601 w=0 float=right] Für diejenigen, die MobileMe-Kunden sind, ist die iDisk-App auch im produktiven Sinn äußerst nützlich. Nicht nur lassen sich auf alle in der iDisk abgespeicherten Dateien zugreifen, die dann auch entsprechend betrachtet (und – sofern man QuickOffice benutzt – auch bearbeitet) werden können.

Mit der iDisk-App lassen sich alle online verfügbaren Dateien des eigenen Accounts auch löschen oder aber für andere freigeben. Das ist insbesondere zum Beispiel dann nützlich, wenn man Texte oder andere Dokumente in seiner iDisk gelagert hat und einem Referatspartner zuschicken möchte, aber seinen Mac nicht dabei oder gerade keinen Internetzugang hat. Zusätzlich kann man auch freigegebene Ordner von Freunden durchsuchen und andersherum somit auf deren Dateien zugreifen. Natürlich macht all das nur dann Sinn, wenn man bereits MobileMe nutzt. Die iPhone-App selbst ist kostenlos.


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