Test: Sentinel Mars „Tower“ Defense für iPhone

Origin 8 heißen die Entwickler von Sentinel Mars Defense. Das Spiel ist zwar schon eine Weile im App Store vertreten, doch ein neuerliches Update hat den Genrevertreter nun noch einmal aufgewertet. Grund genug für Macnotes sich das aufwendig gestaltete Spiel anzusehen.

Sentinel Mars Defense, Screenshot

Sentinel Mars Defense verfügt über ein SciFi-Setting. Die Handlung spielt im Jahr 2029. Entsprechend wurde das Tower Defense-Game mit einem Synthesizer-Soundtrack ausgestattet, der sich durchaus hören lassen kann. Seit Sentinel Anfang dieses Jahres ursprünglich erschien hat es sich mit einigen Updates stetig weiterentwickelt. Origin 8 hat Ende Mai die Version 1.4 herausgegeben und damit den Funktionsumfang noch einmal deutlich erhöht.

Kommunikativ

Neben einer globalen Highscore online gibt es zudem seit Version 1.2 die Möglichkeit, sich mit Facebook zu verbinden und die Implementierung funktioniert relativ ordentlich. Zum Validieren, beziehungsweise Einloggen bei Facebook über die Connect-Api muss man das Spiel selbst nicht verlassen. Man hat die Wahl sich jedes Mal neu anzumelden oder den Status dauerhaft auf online zu setzen. Trägt man sich später in die Highscoreliste ein, wird ein neuer Eintrag unter Aktivitäten bei Facebook gelistet. Der ist allerdings leider in Englisch und zudem spricht er vom Spieler in der Mehrzahl.

1, 2, 3 aufleveln!

Genretypisch ist die Möglichkeit, seine Einheiten aufzuleveln. Anders als beispielsweise bei Geodefense (vgl. Macnotes-Review) wird bei Sentinel nur die Feuerkraft und nicht die Reichweite erhöht. Den gegnerischen Horden wird im übrigen der Weg nicht zu leicht gemacht. Auf den einzelnen Karten finden sich massive Metalltore, die als Pöller fungieren. Diese muss der Gegner erst kaputt kriegen und außerdem können wir sie mittlerweile reparieren, doch dazu gleich mehr. Der Gegner selbst läuft durch Gräben oder auf offenem Terrain. Je nachdem, welche Waffensysteme wir postieren, kommen diese mehr oder weniger gut mit dem Höhenunterschied zurecht. Ein kleines, aber wie ich finde feines Detail.

C&C auf dem Mars

Neben der Kriegsmaschinerie dürfen wir Drohnen bauen, die standardmäßig vorhandene Energiereserven abgrasen und mit vollem Tank zurück zur Basis düsen. Dort wird uns der Rohstoff in Form von Credits gutgeschrieben, die wir wiederum für den Bau von neuen Einheiten einsetzen können. Man fühlt sich an die Spice-Sammler in Command und Conquer oder Dune 2 erinnert. Neu ist zudem, dass die Drohnen wahlweise eingesetzt werden können, um die eben angesprochenen Metalltore zu reparieren oder die Ressourcen zu pflücken. Dass der Mars selbst riesig ist, hat man bei Origin 8 erkannt. Mit der letzten Aktualisierung hat man nämlich eine komplett neue Karte dem Spiel hinzugefügt. Damit stehen nun insgesamt 4 Karten zur Verfügung. Zu Beginn ist jedoch nur eine davon freigeschaltet. Erst wenn man eine Karte siegreich durchgespielt hat, darf man die nächste anspielen. Ähnlich verhält es sich mit dem „Endurance“-Modus. Diese Form von unbegrenztem Spielvergnügen steht erst zur Verfügung, wenn man einmal alle Maps durchgespielt hat.

Vorspulen, ranzoomen

Geht es einem zwischendrin dennoch mal zu langsam, gibt es einen Vorspulmechanismus, der die gegnerischen Truppen schneller die Pfade abtrampeln lässt. Anders als so mancher Tower Defense-Vertreter auf dem iPhone haben wir bei Sentinel auch die Möglichkeit, in die Karte hinein- oder herauszuzoomen. Wir verkleinern oder vergrößern den Bildausschnitt mit der in vielen Apple-Programmen vorhandenen 2-Finger-Geste, indem wir diese auseinander oder zusammen ziehen. Der Bildausschnitt verschieben tun wir einfach, indem wir den Finger auf dem Bildschirm bewegen.

Fazit

Für mich ist Sentinel eines der umfangreichsten Tower-Defense-Spiele auf dem iPhone. Das Setting auf dem Mars wird vielleicht nicht jedem liegen, mir jedoch gefällt es. Es gibt eine Lite-Variante zum kostenlosen Anspielen, über den deutschen App Store ist diese allerdings nicht zugänglich. Darüber hinaus sind die aktuell 1,59 Euro in meinen Augen ziemlich gut angelegt. Der Spielfortschritt geht einem nie verloren. Selbst bei eingehenden Anrufen speichert Sentinel zwischen. Ein Kauftipp. Noch dazu mit 4 Schwierigkeitsstufen und einem kleinen Fehler, den ich noch gefunden habe. Die Backspace-Taste im normalen Dialog bei der Highscore klappt nicht. Man muss erst auf den Ziffernblock umschalten, um Zeichen löschen zu können. Ein Bugfix für die nächste Version. Alles andere hat mich durchaus überzeugt.

Wertung

8/10

Positives

  •  umfangreich
  •  aufwändig gestaltet