Test: Simpsons Comics #150 – Und wenn sie nicht gestorben sind, …

Simpsons Comics #150

„Und wenn sie nicht gestorben sind, …“ – Zwangsläufig einer der ersten Gedanken, der einem beim Aufschlagen des mittlerweile 150. Simpsons Comics in den Sinn kommen kann. Einem sprachlichen Missverständnis von Ned ist es zu verdanken, dass Rod und Todd anstatt christlicher Märchen versehentlich fast mit dem bösen Gedankengut des berühmten dänischen Märchenonkels Hans Christian Andersen1 konfrontiert werden.

Halbnackte Meerjungfrauen und auch ansonsten für Ned recht unwahrscheinliche Geschichten sollen die zarten Kinderseelen nicht belasten und müssen vernichtet werden. Lisa kann das natürlich nicht zulassen und verspricht, Rod und Todd in die wahren Schätze der Andersen’schen Märchen einzuweihen.

Die 6 Märchen, die im Comic wiedergegeben werden und sich allesamt an den Originalen anlehnen, werden in gewohnter Manier simpson-like aufgearbeitet. So trifft man sowohl auf einen hübschen jungen Prinzen, der Homer zum Verwechseln ähnlich sieht, als auch auf ein hässliches Entlein, das man fast für Bart halten könnte.

Viele altbekannte Gesichter Springfields haben die Ehre, in dem ein oder anderen Simpsons-Märchen des Comics mitspielen zu dürfen. Einige in ihren Paraderollen und andere ganz anders als erwartet. Natürlich werden in diesem Heft wie gewohnt Parallelen gezogen, sowohl zu den märchenhaften Quellen als auch zu biblischen und historischen Gegebenheiten, die mit in den Simpsons-Märchen verarbeitet wurden. Die Moral von diesen zu entdecken, das muss der Leser schon selbst übernehmen… Für 2,80 Euro hat man seit Anfang April die Gelegenheit dazu. Panini sei Dank.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 13. Mai 2009
  • Zuletzt aktualisiert am: 16. Oktober 2020
  • Wörter: 225
  • Zeichen: 1597
  • Lesezeit: 0 Minuten 58 Sekunden