Parallels für Windows 7 und XP: Win-Virtualisierung nicht nur für Macs

Die kommende Mac OS X-Konkurrenz kriegt einmal mehr schon vor dem Start Probleme. Rückwärtskompatibilität zu XP ist nicht immer selbstverständlich, was Parallels auf den Plan rief, die das alte Windows auf dem neuen Windows virtualisieren wollen. Die geplante IE-Integration in Windows 7 ruft weiterhin einmal mehr die Browserkonkurrenz auf den Plan.

Parallels - Logo

Trotz aller Videokampagnen: die beste Mac-Werbung scheint immer noch in Redmond produziert zu werden. Damit native XP-Programme auch auf dem kommenden Windows 7 laufen können, stellt Microsoft den „XP mode“ zur Verfügung – eine Virtualisierungslösung, die auch die alten Programme an den Start bringen soll. Die Methode hat ihre Schwachpunkte – unter anderem werden einige CPUs von AMD den abwärtskompatiblen Modus nicht unterstützen.

Windows auch auf dem Mac zu betreiben ist einer der Hauptgeschäftszweige der Virtualisierer von Parallels, die von Microsofts Kompatibilitätsproblemen auf den Plan gerufen wurden. Für Windows 7 hat Parallels eine eigene Virtualisierungslösung angekündigt, mit der man der hauseigenen Entwicklung aus Redmond Konkurrenz machen will. Tester für die Betaphase sind bereits eingeladen, ein Releasetermin steht jedoch noch nicht fest.

Während die Windowsemulation auf Windows-Rechnern ein weniger präsentes Problem bei Microsoft war, konnte man mit einem weiteren Fallstrick auf dem Weg zur Win7-Veröffentlichung schon jahrelang Erfahrungen sammeln: Die Mozilla Foundation und Opera beschwerten sich über die Bevorzugung des IE im neuen MS-Betriebssystem. Neue Runden im seit Jahren laufenden Spiel „Monopolklagen gegen Microsoft“ sind somit wohl vorprogrammiert, eine Anhörung vor der EU-Kartellbehörde ist für Juni angesetzt.