Weitere Vermutungen im USA-iPhone-Deal mit Verizon

Nach Berichten der USA Today arbeiten Apple und Verizon zusammen an einer CDMA-Version des iPhone. Das widerspricht aber nicht nur dem, was Verizon-Geschäftsführer Ivan Seidenberg Mitte April verlauten ließ, sondern auch den Aussagen des derzeitigen Apple-Chefs Tim Cook bei der Vorstellung der Geschäftszahlen des aktuellen Quartals, laut denen eine CDMA-Version nicht zu erwarten ist.

iPhone 3G, Bild: Apple

Erste Verhandlungen soll es laut USA Today bereits vor einigen Monaten gegeben haben, als Steve Jobs noch nicht in seiner Auszeit war. Trotz seiner Pause gehen die Gespräche angeblich immer noch weiter.

Exklusiver Partner für den iPhone-Vertrieb in den USA ist derzeit AT&T, der im Jahr 2006 bereits ausgehandelte Vertrag soll noch bis 2010 laufen, es laufen aber schon Verhandlungen, den Vertrag bis 2011 zu verlängern.

Warum die Sache mit dem Vertragsende eine entscheidende Rolle spielt, hat mit den jeweiligen Netzstandards zu tun. Das Verizon-Netz läuft im CDMA-Standard, während AT&T mit dem GSM-Standard arbeitet, mit dem auch das iPhone ausgestattet ist. Bei Verizon wird allerdings schon am LTE-Netz, dem Nachfolger von UMTS, gearbeitet. Fertig gestellt werden soll das Netz bis 2010, also praktisch genau dann, wenn der AT&T-Vertrag ausläuft. Auch AT&T plant bereits den Start von LTE, konkrete Zeitangaben gibt es dafür aber nicht.

Über den Wechsel freuen würden sich sicher viele aktuelle AT&T-iPhone-Kunden. Während das Netz schnell ist, lässt die Netzzuverlässigkeit häufig zu wünschen übrig.

Gerüchte um einen Wechsel zu Verizon gab es bereits vor einigen Tagen.