CeBIT 2009: ASUS faltet sich die Macbook Air-Konkurrenz

Origami habe man bei ASUS als Grundlage für ein neues Designkonzept genommen, dessen Ergebnis erstaunlichen Air-Look besitzt. Ein dünnes Notebook soll nach dem Vorbild der japanischen Falttechnik entstehen, das designtechnisch auf jeden Fall interessant wirkt. Falls es mit der Produktion nichts wird: auch Schutzhüllen für öffentliche Rechner sollen so entstehen.

ASUS Origami, Bild: Macnotes

Sobald es in Richtung Design und Ergonomie geht, hat man auf der CeBIT das bekannte Gefühl, das meiste schon gesehen zu haben – drastischer ausgedrückt wurde das bereits auf der Mobile World Con in Barcelona, auf der der Eindruck kolportiert wurde, es wollen ohnehin alle nur das iPhone nachbauen. Ein wenig innovativer war ASUS bei seiner Designstudie immerhin, von der es allerdings nur Papiermodelle zu sehen gibt.

Zwei verschiedene Faltstrukturen liegen den Origami-Notebooks zugrunde, die beide an das MacBook Air erinnern. Beide sollen energieeffizient gefertigt werden können – auch diese Prämisse kennt man von Apple schon einige Zeit – und Ergonomie mit Formstabilität verbinden. Im Fall eines Designs werden beim Aufklappen auch erst die Lautsprecher in einer der Faltungen „geöffnet“, die Akustik soll durch die Platzierung gewinnen.

Eine zweite Anwendungsmöglichkeit sieht ASUS in einem Bereich, der eher aufs untere Ende zielt: bei öffentlich genutzte Notebooks könnten so gefaltete Papierhüllen für rudimentären Schutz und Hygiene sorgen. Umweltfreundlich, weil mit nachwachsenden Ressourcen gebaut, ist auch das Bambus-Notebook, das aber im Gegensatz zu Origami-Designs nicht so recht als Apple-Konkurrent taugen will.

Es bleibt der Eindruck, dass auch auf der CeBIT Apple trotz Abwesenheit eine der wichtigsten Firmen ist – „Design does matter“, die Touchscreen-Technologien sind allgegenwärtig, und einmal mehr wird versucht, endlich ein Tablet zu bringen, das auch gekauft und verwendet wird. Zumindest in dem Bereich hätte die Konkurrenz dann auch mal die Nase vorn.