Risse im MacBook-Gehäuse immer noch ein häufiges Problem

Weißes MacBook - Bruch am Plastik, Bild: Macnotes

Risse im MacBook-Gehäuse? Splitternde Topcases? Als Besitzer eines weißen MacBooks ist das fast schon der Normalfall.

Seit 2006 gibt es das weiße Apple-Notebook jetzt, und seitdem hat einer großer Teil der Nutzer wenigstens einmal damit Bekanntschaft gemacht – auch wir in der Redaktion wurden nicht davon verschont.

Ich hatte mein weißes MacBook damals gerade mal zwei Monate, da war es geschehen: An der Handballenauflage brach ein Stück Plastik ab und gab den Weg frei in das Gehäuse. Kein Einzelfall, wie ich beim Googlen danach feststellen musste: Vor allem an der rechten Unterkante ist so eine Stelle, wo das Material zu stark beansprucht war.

Laut Apple sollte dies ein Produktionsfehler sein, der nur bestimmte Serien betraf. Es war aber ein durchaus weit verbreiteter Fehler, allein in meinem Bekanntenkreis traf es mindestens 6 Leute, die an der exakt gleichen Stelle plötzlich ein Stück weniger Plastik hatten.

Man könnte annehmen, dass die aktuellen Serien diese Kinderkrankheit nicht mehr betrifft, aber dem ist nicht so: Nach wie vor berichten zahlreiche MacBook-Besitzer von splitternden Topcases und feinen bis massiven Haarrissen im Gehäuse, wie man z. B. in dieser Flickr-Gruppe sehr eindrucksvoll sehen kann.

Zumindest beim Topcase ist der Grund dafür leicht zu finden: Das Gehäusedesign an sich ist schuld an den absplitternden Kanten. Das Plastik ist ingesamt zu dünn um den Belastungen täglicher Arbeit standzuhalten, außerdem sorgen während des Transports die Abstandshalter an der Displaykante dafür, dass nach und nach eine Sollbruchstelle entsteht.

Einziger ernsthafter Trost ist aktuell, dass die kaputtgebrochenen Tastaturschalen für gewöhnlich anstandslos ersetzt werden, selbst dann, wenn man auf das MacBook keine Garantie mehr hat. Einige Service Provider bieten sogar einen ambulanten Tausch innerhalb kurzer Zeit an, so dass man nicht lange auf sein Gerät verzichten muss.

Etwas anders sieht die Sache aus bei Rissen, die im Außengehäuse entstehen. Diese werden nicht oder nur in Ausnahmefällen außerhalb der Garantiezeit auf Kulanz behoben.

Mich persönlich betreffen diese Probleme mit Rissen im Gehäuse seit letztem Jahr zum Glück nicht mehr: Das 13″ MacBook in Alu ist in den Belangen nämlich grundsolide.

Mehr über kg:

Erst Atari-Besitzer, dann ab Mitte der Neunziger Apple-User, angefangen mit einem Performa 5200, jetzt MacBook-Nutzerin.

Metadaten
  • Geschrieben am: 26. Februar 2009
  • Zuletzt aktualisiert am: 2. März 2021
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  • Lesezeit: 1 Minuten 25 Sekunden