Neues im Fall Psystar vs. Apple

Manchmal bewundere ich regelrecht die Beharrlichkeit, mit der Psystar sich im Rechtsstreit mit Apple bemüht. Der aktuellste Vorwurf von Psystar: Apple habe tief im Inneren des Betriebssystems Code eingearbeitet, der es praktisch unmöglich macht, das System auf Apple-fremden Rechnern zu installieren.

Apple Store München, Bild: Macnotes

Beim Hochfahren soll demnach eine Überprüfung ablaufen, ob der betreffende Computer einen Intel Dual Core Prozessor, der ja in allen Intel-Macs verbaut ist, sein Eigen nennt oder nicht. Ist dies nicht der Fall, würde der Rechner direkt wieder herunterfahren. Damit nutze Apple das Urheberrecht so zu seinen Gunsten aus, dass es sich sein eigenes Mac-Monopol baue. Dies sei rechtswidrig und mache Apples eigene Nutzungsbedingungen unwirksam.

Dass Nicht-Macs in der Lage sind, Mac OS X zu beherbergen, ist nichts Neues mehr. Einige Besitzer von Netbooks wie dem Asus Eee PC und dem MSI Wind bzw. Medion Akoya Mini waren über Umwege schon länger in der Lage (bspw. über Hacks wie Kalyway), OS X auf ihren Geräten zu installieren.

Seit einigen Monaten befinden sich Apple und Psystar in einem Rechtsstreit über den sogenannten „Open Computer“, auf dem Psystar Mac OS X installiert und damit die Apple-eigenen Software-Nutzungsbedingungen missachtet hatte.