Erster Blick auf Apples Time Capsule

Inzwischen liefert Apple seine neue, drahtlose Backup-Lösung Time Capsule auch hierzulande aus. Zu den ersten, die die Zeitkapsel in den Händen halten durften, gehört auch unser Leser Thomas. Er ließ uns seinen Erfahrungsbericht zukommen, den wir euch nicht vorenthalten wollen.

Time Capsule, Bild: Thomas

Da ich in letzter Zeit ein zunehmendes Platzproblem auf der Platte meines MBPs hatte und auch mit den Backups wichtiger Daten ein wenig nachlässig war, kam mir die Ankündigung von TimeCapsule sehr gelegen. Ich hatte früher schon mit einer externen Festplatte geliebäugelt, aber wir wissen alle: Man legt sich kein Notebook zu, um es dann hinterher mit allerlei Kabeln an den Schreibtisch zu fesseln. Danke Steve, dass Du meine diesbezügliche Auffassung teilst!

Nachdem die Lieferzeiten im AppleStore nach Aufnahme des Gerätes sich standhaft bei 3-4 Wochen bewegten hatte ich eigentlich vor, das Gerät im lokalen Gravis Store bei Verfügbarkeit zu erwerben. Letzte Woche jedoch sah ich mehr durch Zufall, dass die Zeiten auf 7 Tage geschrumpft waren, also bestellte ich das gute Stück im Apple Store.

Natürlich fand die in der E-Mail angegebene Bearbeitungsnummer ihren Weg in das Deliverystate Widget. Als Liefertermin wurde ursprünglich der 22. März angegeben. Völlig überraschend vermeldete das Widget gestern nachmittag, das die Bestellung bearbeitet wurde und jetzt versendet wird.

Heute klingelte dann der UPS Mann und lieferte die laut Tracking gestern in Holland verpackte Zeitkapsel bei mir ab. Beim Auspacken musste ich erneut feststellen, das die Applejungs es meisterhaft verstehen ein Gerät mit einer ansprechenden Verpackung zu versehen, hier macht das Auspacken Spass.

Ich vertrete ja die leider viel zu wenig beachtete „RTFM-Meinung“. Also erstmal das Handbuch besichtigen und dann den Einschaltknopf drücken. Dies kann man sich bei der Time Capsule aber getrost sparen.

Nach dem Verbinden des Gerätes mit dem Kabelmodem und dem Anschluss an den Strom war ich eigentlich darauf gefasst, das Gerät erst einmal mittels des AirPort Dienstprogrammes einrichten zu müssen. Völlig überraschend vermeldete das MBP wenige Sekunden nach dem Einschalten jedoch eine funktionierende Internetverbindung (WLAN).

Allerdings sollte man auf keinen Fall die Einstellungen an der Stelle für erledigt erklären, denn die Station sendet dann unverschlüsselt und ist nicht durch Passwörter geschützt. (kleine Kritik an Apple, es gibt keinen Hinweis darauf – vielleicht im Handbuch aber das hab ich nach dem Überraschungsconnect beiseite gelegt).

Einstellen kann man an der Station eine Menge. Die gängigste Einstellungen sind u. a.:

  • Erst einmal die Zugangsmethode zum Internet. Bei mir wurde das Kabelmodem eigenständig erkannt. Zugangsdaten wie bei DSL gibt es hier keine.
  • WLAN-Verschlüsselung (keine, WEP, WPA(2))
  • DHCP Adressraum + Reservierungen von IP Adresse für bestimmte Geräte
  • Portweiterleitungen
  • Mac Adressenfilter als zusätzlicher Zugriffsschutz

Schlussendlich kann die interne Platte im Gerät mit einem Passwort versehen werden, damit nicht jeder Nutzer im Netzwerk darauf zugreifen kann.

Das Laufwerk der Station erscheint im Finder als normale Netzwerkfreigabe. Nach Eingabe des Passworts für die Freigabe ist es nutzbar. Sämtliche Passwörter werden im Schlüsselbund des Macs gespeichert, sodas man nie wieder etwas von ihnen hören wird.

Das Einrichten von Time Machine in Verbindung mit der Time Capsule war überhaupt kein Problem. Das Time Capsule Laufwerk wird sofort als Backupmedium angeboten und kann genutzt werden.

Geräuschentwicklung

Die im Capsule eingebaute Platte und der Lüfter sind recht leise. Man hört jedoch das rauschen des Lüfters und die normalen Festplattengeräusche. Der Lüfter läuft jedoch nicht ständig. Wenn die Festplatte nicht in Benutzung ist schaltet sich dieser ab und das Capsule ist still.

Wärmeentwicklung

Während ich diesen Text geschrieben habe, hat TimeMachine 8GB Daten geschaufelt. Das Gerät wird dabei handwarm.

Fazit

Eine tolle Erweiterung für eine drahtlose Mac-Umgebung, schaut gut aus und ist sehr einfach zu handhaben.“

Ein großes Dankeschön an Thomas! Auch unser Testexemplar ist bereits auf dem Weg in die Redaktion, ein gewohnt ausführlicher Testbericht folgt demnächst.