Holtzbrinck mahnt auch AbiturVZ und FickenVZ ab

StudiVZ und Holtzbrinck gehen derzeit verstärkt mit Abmahnungen gegen vermeintliche StudiVZ-Klone vor. Neuste Opfer sind AbiturVZ und FickenVZ.

StudiVZ-Logo

Das Studentenprojekt ErstiVZ aus Münster wurde zuerst abgemahnt. Doch der Konflikt wurde relativ schnell beigelegt. Vielleicht, weil er so schnell die „Öffentlichkeit“ erreichte.

Opfer Nummer 2 wurde Abitur-VZ. Es folgte FickenVZ. Die Erotik-Plattform wurde ebenfalls abgemahnt. Weitere Abmahn-Geschädigte sind jetzt und in den kommenden Wochen nicht auszuschließen. Holtzbrinck fordert, dass die Betreiber bis Freitag die Domain abgeben müssten, oder den Inhalt löschen.

Doch sind die Abgemahnten wirkliche Opfer? Tatsächlich gibt es weitere Internetseiten wie anwaelte-vz.de der Fachanwälte Vogel und Zahn, die von Holtzbrinck nicht abmahnwürdig erachtet werden.

Warum?

Man darf nach dem Exit der ersten Investoren und einiger Zeit am Markt die Frage stellen, warum StudiVZ ausgerechnet jetzt den Rechtsstreit sucht. Denn viele der jetzt abgemahnten Webseiten, gibt es schon eine Weile länger.

Es ist nachgewiesen, dass StudiVZ als Kopie von Facebook begann. Tatsächlich hatten die Gründer um Dariani sogar den Quellcode kopiert und anfangs die Ordnerstruktur und Farben nicht angepasst.
Auch hat StudiVZ in den Anfangstagen Domaingrabbing betrieben und sich Domains von Konkurrenten gesichert (wie unister.at u. a.).

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 20. Februar 2008
  • Zuletzt aktualisiert am: 1. März 2021
  • Wörter: 179
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