Zur Aufklärung: Holtzbrinck hat überall die Finger drin

Je diversifizierter das Web 2.0, desto größer die Chancen, dass die Holtzbrinck-Heuschrecken sich dortens breitgemacht haben. Nach der Beteiligung an StudiVZ, die ich persönlich zuerst und immerschon als “politische” Aktion interpretierte, grabschte man bei den Holtzbrincklern nach anderen Weiten. Zwar zog man sich wohl aus dem Bieterverfahren für Immobilienscout 24 zurück, doch konnte man bei der Suche nach der terra nova nicht ablassen von Dawanda oder Lovelybooks.

Finger, Bild: CC0

Das Traurige daran? Für den Ideengeber von Dawanda arbeitet ein Freund von mir, der sich nach seiner Ausbildung Fachinformatiker schimpfen kann. Was als virales Prinzip in der Medialität von Web 2.0 und Internet begann zu sprießen, es nimmt nun epidemische Züge an. Die neoliberale Krake greift um sich. Wie viele Töchterfirmen und Schwesterunternehmen kann eine einzelne Firma als Briefkästen tarnen? Die Strippenzieher sind immer dieselben.

Die Idee hinter Lovelybooks ist zum Glück nicht neu, und so gibt es Alternativen, beispielsweise Buchpfade, das als Projekt einer Gruppe von Studierenden und ihres Dozenten gestartet ist. Über Dawanda unterhalten wir uns lieber erst gar nicht. Der Dank für die Aufklärung über die Heuschrecken-Tätigkeiten geht an Zitronenkern.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 8. März 2007
  • Zuletzt aktualisiert am: 28. Februar 2021
  • Wörter: 169
  • Zeichen: 1379
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