Informationen zu Pebble Classic

Veröffentlichungsdatum (DE): 04.02.2020
Produktionsende: 04.02.2020
CPU: Cortex M3 Prozessor (STM32F205RE)
RAM: 128 KB
Displaygröße: 1,26 Zoll
Displayauflösung 144 x 168

Man nennt die Pebble Classic auch einfach Pebble. So heißt auch die Firma, die die Smartwatch im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter im April 2012 finanzierte.

Pebble wählte das Konzept der Schwarmfinanzierung allerdings erst aus, als das Unternehmen mit dem Produkt bei herkömmlichen Kapitalgebern nicht überzeugen konnte.

Das Unternehmen konnte im Crowdfunding jedoch potenzielle Käufer mit der Idee überzeugen. Es sammelte zwischen dem 11. April und 18. Mai 2012 über Kickstarter 10,3 Millionen US-Dollar von privaten Unterstützern ein. Die ersten Auslieferungen sollten ursprünglich im September 2012 erfolgen. Produktionsschwierigkeiten warfen den Zeitplan jedoch zurück. Der Versand der ersten Uhren erfolgte dann erst im Januar 2013.

Display, Akkulaufzeit und technische Daten

Die Pebble nutzt ein 32mm (1,26 Zoll) E-Paper-LCD-Display mit einer Auflösung von 144 x 168 Pixel Auflösung. Das „transflektive“ Display liest sich gut unter Sonneneinstrahlung. Es bietet zusätzlich eine Hintergrundbeleuchtung. Sharp fertigte es. Die Armbanduhr verfügt allerdings nicht über einen Touchscreen.

Zudem nutzt die „Smartwatch“ einen Akku mit 130 mAh Kapazität. Laut Herstellerangaben bot dieser bis zu sieben Tage Nutzungsdauer. Das galt allerdings nur für den Fall, dass man durchschnittlich nur 20 bis 30 Benachrichtigungen erhielt und das Zifferblatt durfte nur im Minutenrhythmus aktualisiert werden. Aufgeladen wird die Smartwatch über ein umgebautes USB-Kabel. An dessen einem Ende sitzt ein Magnetstecker. Diese Konstruktion führte dazu, dass die Uhr wasserdicht angeboten wurde.

Prozessor und Speicher

Ein Cortex M3 Prozessor (STM32F205RE) treibt die Pebble Classic an. Die E-Paper-Smartwatch verfügt über lediglich 128 KB Arbeitsspeicher. Davon sind 84 KB für das Betriebssystem reserviert, 24 KB für eine App, 12 KB für Hintergrunddienste und weitere 8 KB für App-Services wie Push-Nachrichten.

Nutzern steht bei der Pebble Classic nicht viel mehr Speicher zur aktiven Nutzung zur Verfügung. Die Uhr bietet acht „Speicherplätze“ (engl. „slots“) für wahlweise Apps oder Zifferblätter. Über die angeschlossenen Smartphones kann man jedoch beliebig viele davon immer wieder tauschen. Zusätzlich bietet die Kickstarter-Version noch etwas mehr als 4 MB Speicher. Darauf findet auch das Betriebssystem Platz. Varianten der Pebble Classic, die nach Oktober 2013 in den Handel kamen, verfügen über 8 MB. Beide Modelle bieten noch einmal 512 KB Systemspeicher auf dem SoC.

Die Pebble Classic nutzt einen Vibrationsmotor, sowie ein Magnetometer für eine Kompass-Funktion und einen Drei-Achsen-Beschleunigungssensor. GPS bietet sie nicht. Möchte man fürs Fitnesstracking die Standortdaten nutzen, muss das angeschlossene Smartphone mit seinem GPS-Sensor herhalten.

Die Pebble misst 52mm x 36mm x 11,5mm. Sie wiegt lediglich 38 Gramm.

Konnektivität und weitere Funktionen

Die Pebble-Smartwatch kommuniziert via Bluetooth 2.1 oder Bluetooth 4.0 Low Energy mit iPhones oder Android-Smartphones. Zu Beginn funktionierte BT4LE jedoch nicht. Der Hersteller rüstete es mittels Firmware-Update im November 2013 nach.

Am Gehäuse gibt es insgesamt vier Knöpfe. Damit lässt sich die Smartwatch bedienen.

Die Pebble Classic ist zudem wasserdicht bis zu 40 Meter. Man kann sie sowohl in Süßwasser als auch in Salzwasser tragen.

Betriebssystem & Apps

Als Betriebssystem der Smartwatch kommt das proprietäre Pebble OS zum Einsatz. Teile des Systems sind jedoch Open Source, andere wiederum nicht. Pebble OS baut auf dem FreeRTOS Kernel auf. Mit Hilfe des Pebble SDK konnten Entwickler Apps für die Smartwatch herstellen. Die wiederum ließen sich in einem speziellen Online-Shop erwerben.

Auf die Smartwatch gespielt wurden die Apps und Zifferblätter über entsprechende Apps auf iPhones oder Android-Smartphones.

Individualisierung

Pebble lieferte die Classic mit einem Kunststoff-Armband aus, und zwar in drei Farbvariationen Rot/Schwarz, Anthrazit/Schwarz und Weiß. Weil die Armbänder jedoch mit herkömmlichen Verschlüssen gesichert sind, kann man sie mit eigenen ersetzen.