Daniel Schulz, den 9. Mai 2014

Apple kauft Beats und könnte dabei so viel besser investieren

Beats Logo
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Apple wird den Kopfhörerhersteller Beats Electronics übernehmen. Spätestens seit dem Facebook-Statement des Beats-Gründers und Musikers Dr. Dre sollte klar sein, dass der Deal aller Voraussicht nach in trockenen Tüchern ist. Der Produzent gab in einem Clip nämlich bekannt, dass er der erste Milliardär des Hip-Hops sei, was wohl mit den gut drei Milliarden Dollar zu begründen ist, die Apple für das Unternehmen zahlen wird. Doch ist der Kauf von Beats Electronic wirklich eine richtige Entscheidung von Tim Cook und Co? Ich habe da meine Zweifel.


Auf dem ersten Blick scheint der Deal aus der Sicht von Apple gerechtfertigt zu sein. Beats Electronics ist für die derzeit wohl populärsten Kopfhörer verantwortlich, nutzt prominente Stars auf der ganzen Welt gekonnt als Werbeträger und inszeniert sich als Premiumanbieter für Audiogeräte, der sogar den Schritt in die Branche der Musik-Streaming-Dienste wagte. Doch längst nicht alle Verbraucher sind von Beats-Kopfhörern so angetan wie der Mainstream. Der Bass fällt beim Hören mit Beats-Modellen zu stark dominierend aus. Somit werden die Mitten gedämmt und das eigentliche Musikstück kommt nicht optimal zur Geltung. Mit der Musikrichtung Hip-Hop, die Dr. Dre schließlich bedient, eignen sich die Beats-Kopfhörer in der Regel schon. Bei anderen Genres ist der Einsatz jedoch kaum zu empfehlen.

Beats

Stiftung Warentest: Beats Kopfhörer fallen durch

Doch Kritik kommt nicht nur beim Sound auf. Auch die Verarbeitung lässt zu wünschen übrig. Die Modellreihen Solo und Studio verfügen allesamt über einen Bügel aus Kunststoff, der direkt mit der Muschel verbunden ist. Diese können leicht brechen und drücken sehr stark auf dem Kopf, sodass ein mangelhafter Tragekomfort. In puncto Qualität kann also die Frage gestellt werden, inwieweit Apple eine Akquisition von Beats Electronics mit den eigenen Ansprüchen an die Verarbeitung von tragbaren Produkten begründet und ob die Vorstellungen überhaupt übereinstimmen.

Das Kaufargument Beats Music?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgt durch die Übernahme des Unternehmens von Dr. Dre und Jimmy Iovine auch eine Fortführung des vor wenigen Monaten gestarteten Streaming-Services Beats Music durch Apple. In den USA hagelte es jedoch bereits Kritik am Spotify- und Pandora-Konkurrenten und auch sonst sind kaum gravierende Unterschiede zu den populären Anbietern zu erkennen. Fraglich bleibt also, ob Apple hierbei einen Deal vereinbaren konnte, der sich in Zukunft als rentabel erweisen wird. Was meint Ihr hierzu? Schreibt uns doch eure Meinung in die Kommentare.


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