Kommentar: Warum ich iPhone-Leaks hasse

Am 10. September stellt Apple das iPhone 5S und 5C vor, klar. Bereits einen Monat bevor die Keynote tatsächlich stattfindet wissen wir nahezu alles was vorgestellt wird. Es gab ganz andere Zeiten, die ich wieder herbeisehne.

Gelbe Rückseite des iPhone 5C

Noch vor einigen Jahren brachten Live-Ticker zu Apple-Keynotes wirkliche Überraschungen. Heutzutage werden lediglich die Gerüchte vergangener Wochen bestätigt. Anfang 2007 wusste man, dass Apple ein „Handy“ mit Touch-Display auf den Markt bringen will. Über den Namen war man sich uneins. BlackBerry glaubte nicht, dass Apple so ein Gerät produzieren kann, wenn dann nur mit schlechter Batterielaufzeit. Steve Ballmer lachte über den Preis und das Fehlen einer Hardware-Tastatur.

Dieser Überraschungseffekt ist meiner Meinung nach etwas, das Apple und seine Keynotes ausmacht(e). Die Präsentation des Mac Pro auf der letzten Keynote war eine willkommene Ausnahme.

„Wow-Effekt“ bleibt aus

Apple wird voraussichtlich beim iPhone 5S einen Fingerabdruck-Sensor in den Home Button integrieren, damit soll man das Gerät entsperren können. Ein Feature, das die breite Masse nicht kennt. Doch die Tatsache, dass „wir“ es bereits wissen, verwässert die Nachhaltigkeit solcher Features. Denn Apple wird fehlende Innovation nachgeredet.

Warum?

Aber warum war das früher anders? Apple hat seine Geheimhaltungspolitik sicher nicht gelockert. Vielmehr ist das Interesse an allem was Apple sagt, macht, kauft oder patentieren lässt drastisch gestiegen. Es wird natürlich immer schwieriger Informationen geheim zu halten. Die Informationen werden teilweise sicher „gut“ bezahlt. Viel Geld muss man nicht auf den Tisch legen, wenn man die niedrigen Löhne der Fabrik-Arbeiter im Hinterkopf hat. Diese Entwicklung lässt sich mit steigendem Interesse bei anderen Herstellern ebenfalls beobachten.

Was tun?

Den Kopf in den Sand stecken? Kann man machen, doch will man nicht ganz aus der Technik-Welt aussteigen, wird es schwierig. Man kann versuchen Gerüchte zu meiden, wobei schon die Überschriften oft ausreichen, um sich die Überraschung zu verderben.