Strukturbedingte Kündigungen bei Gravis: Befristete Verträge laufen aus

Schlechte Nachrichten für Gravis-Mitarbeiter: Der deutsche Apple-Händler muss 60 Kündigungen aussprechen, vor allem Mitarbeitern mit befristeten Anstellungen. Als Begründungen wurde eine Kostenkürzung sowie eine Änderung der Betriebsstruktur angegeben. Wir haben mit Gravis-Gründer Achibald Horlitz telefoniert, um die Hintergründe zu beleuchten.

Insgesamt 60 Kündigungen wurden ausgesprochen, davon 37 an Vollzeit-Mitarbeiter. Weitere Kündigungen resultieren aus auslaufenden Verträgen mit vor allem für die Weihnachtssaison befristet angestellten Mitarbeitern, die betreffenden Verträge liefen zum großen Teil ohnehin im März aus.

Als einen Grund nennt Horlitz eine Änderung der Gravis-Struktur in den vergangenen Jahren, vom klassischen Apple-Händler der hauptsächlich Apple-Hardware verkauft hin zum Händler, der verstärkt mobile Produkte und Lösungen für das digitale Leben verkauft. Zudem verkaufe man z. B. auch mit kooperierenden Händlern, unter anderem mit freenet.

Update 10. Februar:
Hintergrund unserer Nachfrage bei Gravis war ein anonymer Hinweis seitens eines ehemaligen Gravis-Mitarbeiters, der von insgesamt etwa 130 Kündigungen berichtete. Angesichts der geringen Faktenlage haben wir auf die Erwähnung dieser Informationen vorerst verzichtet. Im Laufe des Vormittags bekamen wir allerdings eine weitere Mail einer aktuell noch bei Gravis angestellten Person, die von insgesamt 130 Kündigungen berichtete. Wie viele dieser Kündigungen an Vollzeit- und wie viele an Teilzeitangestellte gingen, ist allerdings nicht bekannt.