Stefan Keller, den 24. November 2011

Microsoft: Siri ist nichts Besonderes und „ähnlich“ seit einem Jahr in Windows-Phones

SiriDer Chief Strategy and Research Officer Craig Mundie von Microsoft wurde zu einem Interview mit Forbes geladen und hat sich hierbei nicht nur über Kinect unterhalten, sondern auch über Siri. Seiner Meinung nach ist Siri nichts weiter als gekonntes Marketing, aber kein Alleinstellungsmerkmal.

Eigentlich ging es in dem Interview von Eric Savitz von Forbes und dem Chief Strategy and Research Officer Craig Mundie von Microsoft um Kinect und was Microsoft sonst noch vorhat, um in Zukunft Benutzeroberflächen zu verändern. Aber das Thema driftete ab und man war bei Apple und Siri angekommen, das Mundie versuchte, klein zu reden.

Im Video bei ca. 1:45 sagt Mundie, dass Apple mit Siri gutes Marketing betreibt, aber Microsoft eine „ähnliche“ Technologie seit über einem Jahr in Windows Phone 7 anbietet. Außerdem könne man auch einem Windows Phone befehlen, „Eric eine SMS zu schreiben“ und sogar den Text diktieren. Nicht zuletzt könne man einfach irgendetwas sagen und Bing sucht danach.

Zumindest was das HTC Mozart angeht, können wir sagen, dass die Spracherkennung bei Apple wesentlich besser funktioniert. Aber selbst, wenn dies einmal außen vorgelassen wird, steckt hinter Siri mehr, als nur eine bloße Spracherkennung – Sprachbefehle hat Apple seit dem iPhone 3GS auf Lager mit VoiceOver. Siri hingegen ist anders: Siri kann kontextsensitiv mit dem Anwender kommunizieren und weiß, was er mit bestimmten Aussagen meint. Dazu ist Siri lernfähig. All dies zeichnet die Technologie aus – und davon bietet ein Windows Phone nur einen Bruchteil; das, was Siri von einer Spracherkennung und einem einfachen Parsing-System unterscheidet, ist in Windows Phone 7 nicht implementiert.

[via 9to5mac]


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