rj, den 21. April 2010

Symantec Securitybericht 2009: Schlechte Zahlen für Apple

In Sachen Malware bleibt Apples OS nach wie vor weit hinter der Menge an Schadcode zurück, der für die Windows-Plattform verbreitet wird. Dass Apple sich aber beim Schließen von Sicherheitslücken deutlich mehr Zeit lässt als andere, könnte als eine Einladung an die Viren- und Wurmautoren verstanden werden, an diesem Zustand etwas zu ändern. Insbesondere Safari-Bugfixes waren 2009 erheblich langsamer als die der Browserkonkurrenz.

Gewohnt alarmistisch fällt der Jahresbericht von Symantec in Sachen Rechnersicherheit aus. Weiter explodierende Zahlen bei neuen Schädlingsvarianten, deutsche Spitzenpositionen in Sachen Botnetzverbreitung und Viren/Wurm/Trojanerverseuchung. Ein Ende des Gefechts ist nicht abzusehen.

Auf der Mac-Plattform ist man trotz erhöhter Warnfrequenz nach wie vor tendenziell auf der sicheren Seite – Mac OS X-Malware ist dennoch längst nicht so verbreitet und virulent wie die Schädlinge auf der Windowsplattform. Apples träges Reagieren auf gefundene Sicherheitslücken dürfte jedoch Apple-Software zu einem zunehmend attraktiven Ziel werden lassen – insbesondere den Safari.
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Während die Konkurrenz immer schneller Sicherheitslücken ihrer Browser schließt, schaltete Apple einen Gang herunter. Durchschnittlich neun Tage vergingen 2008 zwischen dem Bekanntwerden einer Safari-Sicherheitslücke und dem folgenden Patch, 2009 ließ man sich hingegen im Schnitt 13 Tage Zeit. Währenddessen schafften es alle Konkurrenten mit Ausnahme von Chrome, ihren Schnitt auf unter einen Tag zu drücken.

Bei 94 neuentdeckten Sicherheitslücken in Safari sind diese Zeiten kein Ruhmesblatt. Auch Quicktime als verbreitetes Browserplugin musste 2009 gegen 27 neue Anfälligkeiten gepatcht werden. Die einzige „Verbesserung“: 2008 brauchte die am längsten ungepatchte Sicherheitslücke noch 156 Tage bis zum Fix, 2009 schaffte man das in immerhin 145 Tagen.

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